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Hessen: Neue Möglichkeiten für Naturparke

Der Hessische Landtag hat das Gesetz zur Neuorganisation der Verwaltung des Nationalparks „Kellerwald-Edersee“ und der Naturschutzdatenhaltung verabschiedet (16.12.2015). Das Nationalparkamt wird zukünftig als Sonderbehörde unmittelbar dem Umweltministerium in der Fach- und Dienstaufsicht unterstellt.

Dazu Hessens Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Priska Hinz: „Als UNESCO-Weltnaturerbe wird der Nationalpark nun die naturschutzfachliche Arbeit, die wissenschaftliche Koordination und die überregionalen Kooperationen eigenständig gestalten können.“
Neu geregelt wird künftig auch, dass die Naturschutzdaten beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLUG) gebündelt werden. „Dies ist ein konsequenter Schritt hin zu einem stärkeren Naturschutz in Hessen. Denn jetzt werden alle in Hessen erhobenen Naturschutzdaten zentral beim HLUG gesammelt und verarbeitet. Dadurch werden die Daten aus dem Umwelt- und dem Naturschutz zusammengeführt und eine effektivere Umweltpolitik ermöglicht“, betonte Hinz.
Die Erhebung und Bearbeitung forstlicher Daten privater Waldeigentümer bleibe wie bisher geschützt und damit vertraulich, entkräftete Hinz Befürchtungen des Waldbesitzerverbandes.
Mit dem Gesetz werden die Anforderungen für Naturparke in Hessen konkretisiert. Durch die neuen Regelungen können neue Naturparke ausgewiesen und bestehende erweitert werden. „Hessen ist das waldreichste Bundesland. Wir haben wunderbar vielfältige Naturlandschaften und 11 Naturparke auf mehr als 40 % unserer Landesfläche. Wir möchten die Entwicklungspotentiale für die Erholung und für den sanften, nachhaltigen Tourismus weiter erschließen. Das fördert zum einen den Naturschutz in Hessen und zum anderen unterstützt es die lokale Wertschöpfung, schafft Arbeitsplätze und stärkt die ländlichen Regionen“, sagte die Umweltministerin abschließend.
MUKLV Hessen

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