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Hessen mit Extremwetterrichtlinie für den Wald

Wie die Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Priska Hinz erklärt, wurde ein 12-Punkte-Plan aufgestellt, um den Wald klimafest umzubauen. Seit 12. September ist die Extremwetterrichtlinie in Kraft.

Ministerin Hinz: „Sofortmaßnahmen zur Beseitigung der aktuellen Schäden, die durch Stürme und Trockenheit entstanden sind, haben dabei hohe Priorität. Dafür haben wir jetzt eine neue Extremwetterrichtlinie für den Wald auf die Beine gestellt. Das besondere ist: Wir fördern die Aufräumarbeiten im Wald, die aufgrund von Extremwetterereignissen entstanden sind, auch rückwirkend.“

Die Richtlinie ist am 12.9.2019 in Kraft getreten.

Informationen zur Extremwetterrichtlinie wurden an die betroffenen Verbände und Gremien bereits versendet. Die neuen Fördermittel stehen für die Räumung von Schadensflächen, verschiedene Waldschutzmaßnahmen, die Anlage von Holzlagerplätzen und Waldbrandschutzmaßnahmen bereit. Antragsberechtigt sind alle privaten und kommunalen Waldbesitzende und deren Zusammenschlüsse.

Während 2019 fünf Millionen Euro ausgezahlt werden können, hat der Bund bereits angekündigt, für die Jahre 2020 bis 2023 im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Das Land Hessen wird die Bundesmittel voll gegenfinanzieren und dazu jährlich rund 5 Mio. € zusätzlich bereitstellen. In den Jahren 2020 bis 2023 können damit vom Land, mit Unterstützung des Bundes, insgesamt 50 Mio. € bereitgestellt werden.

Daseinsvorsorge und Klimaschutz

„Die hessischen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer leisten für unsere Gesellschaft zur Daseinsvorsorge und für den Klimaschutz wertvolle Beiträge und stehen angesichts der katastrophalen Schäden vor großen Herausforderungen. Private und kommunale Forstbetriebe brauchen jetzt unsere Unterstützung, um den Wald in seinen vielfältigen Funktionen wie Klimaschutz, Artenschutz, Erholungsraum und Wirtschaftsfaktor auch in der Zukunft zu erhalten,“ ergänzt die Ministerin.

Anträge können ab sofort bei der zuständigen Bewilligungsbehörde -dem Regierungspräsidium in Darmstadt- (www.rp-darmstadt.hessen.de) gestellt werden. Wiederbewaldungsmaßnahmen können über die Richtlinie für die forstliche Förderung vom 30. April 2018 beantragt werden.

Red./MUKLV

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