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Hessen: Luchsbericht 2015 vorgelegt

Hessen: Luchsbericht 2015 vorgelegt

Hessens Umweltministerin Priska Hinz hat zusammen mit Vertretern des Arbeitskreises Hessenluchs am 29. September den Luchsbericht 2015 vorgestellt. 
Seit 1999 werden wieder Luchse in Hessen gesichtet. Im Erfassungsjahr 2014/2015 wurden zum fünften Jahr in Folge wieder Jungtiere in Hessen geboren. Außerdem gab es durch die Intensivierung der Beobachtung den Rekord von 90 gesicherten Luchsnachweisen. „Wir dürfen daher hoffen, dass der Luchs in Hessen tatsächlich dauerhaft heimisch wird“, so Hinz.
Bestand noch längst nicht gesichert
Ausschlaggebend für die positive Bewertung durch das Umweltministerium und den Arbeitskreis Hessenluchs sind neben den durchgehenden Fortpflanzungsnachweisen auch die Belege für einen intensiven Austausch mit der Population aus dem Harz. Trotz der erfreulichen Entwicklung in den letzten Jahren ist der Bestand wegen der weiterhin geringen Anzahl der Individuen aber noch längst nicht gesichert. „Die geringe Nachwuchsrate des Luchses in Verbindung mit der natürlichen hohen Sterblichkeit der Jungluchse von bis zu 80 % bergen immer noch das Risiko, dass der kleine hessische Luchsbestand sich wieder auflöst,“ mahnt Thomas Norgall, Naturschutzreferent des BUND Hessen und einer der Koordinatoren im Arbeitskreis Hessenluchs.
Erstmals gelang es den Experten, einzelne Luchse zu identifizieren. So weiß man nun, dass sich im letzten Jahr in den nordhessischen Wäldern Söhre, Riedforst, Meißner und Kaufunger Wald vier verschiedene Luchse aufhielten.
Arbeitskreis Hessenluchs
Ziel des Arbeitskreises Hessenluchs – einem Zusammenschluss aus Naturschützern, Forstleuten und Jägern – ist eine sachgerechte Information über den Luchs in Hessen. Dies soll durch Informationsveranstaltungen, Fachtagungen und Presse-Arbeit erreicht werden. Arbeitsgrundlage sind die Belege für das Vorkommen des Luchses in Hessen (Sichtungen, Fährten und andere Nachweise), die vom Arbeitskreis gesammelt, bewertet und in einem hessenweiten Luchsregister zusammengeführt werden. Dabei ist die Luchsdaten-Erfassung primäre Aufgabe der rund 50 regionalen Luchsbeauftragten, die aus den verschieden Verbänden stammen und in enger Zusammenarbeit mit der Naturschutzverwaltung und dem Landesbetrieb Hessen-Forst alle Hinweise zum Vorkommen des Luchses in Hessen. Die Luchsbeauftragten sind in ihren Landkreisen auch die örtlichen Ansprechpartner für die Bevölkerung.
 

Der Luchsbericht 2015 als Download

 
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