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Hessen: Leitungswechsel in den Forstämtern Langen und Jossgrund

Seit dem 1. September ist Roland Piper der neue Leiter des Forstamtes Langen. Vorgänger Christian Münch hat die Leitung des Forstamtes Jossgrund im Spessart übernommen, nachdem der bisherige Amtsleiter, Hans-Jürgen Bachmann, in den Ruhestand eingetreten ist.

Nach beruflichen Stationen in Mecklenburg-Vorpommern und der EU-Kommission engagierte sich Roland Piper zehn Jahre lang als Referent im hessischen Umweltministerium. Seit Anfang 2019 hat er bereits die Geschäfte im Forstamt Langen geführt. Nun, da Christian Münch seit dem 1. September offiziell Forstamtsleiter im Amt Jossgrund ist, hat Piper die Leitung des Forstamtes Langen vollständig übernommen.

„Ich freue mich sehr auf die Aufgaben im Ballungsraum Langen. Aktuell ist der Wald in einer schwierigen Situation. Der Klimawandel stellt das von uns behutsam gepflegte Ökosystem vor große Herausforderungen. Das hat nicht zuletzt das schwere Unwetter Mitte August gezeigt“, so der 52-jährige Piper. „Mit einem engagierten und motivierten Team möchte ich weiterhin dem Wald und der Gesellschaft hier im Ballungsraum gerecht werden und gemeinsam mit den betreuten Waldbesitzern klimastabile Wälder aufbauen.“

Münch kehrt zurück in den Spessart

Christian Münch wechselte zurück zu seinen HessenForst-Wurzeln. Bevor er die letzten sieben Jahre Langener Forstamtschef war, arbeitete er bereits fünf Jahre lang als Produktionsleiter in Jossgrund und ist mit den örtlichen Verhältnissen gut vertraut. „Die Zeit im Forstamt Langen war eine große Bereicherung für mich. Es hat mir immer Freude bereitet, mit Waldbesitzern zusammenzuarbeiten und den Menschen der Region über den Wald ins Gespräch zu kommen“, sagte Münch mit Blick auf die letzten Jahre.

Hans-Jürgen Bachmann im Ruhestand

Hans Jürgen Bachmann prägte seit 1992 die Wälder im hessischen Spessart. Tatkräftig, engagiert aber auch fordernd führte er das Forstamt, das überwiegend aus landeseigenen Staatswaldflächen besteht. Durch seine hervorragenden Kenntnisse und sein waldbauliches Geschick sorgte er zusammen mit seinem Team für stabile, vorrats- und ertragreiche Wälder. Er hat immer wieder waldbauliches Handeln mit betriebswirtschaftlichem Denken verknüpft und erfolgreich in die forstbetriebliche Praxis übertragen. Die hessische Waldbaustrategie für einen naturnahen, klimarobusten Waldbau hat er in seinem Zuständigkeitsbereich konsequent umgesetzt.

Hintergrund:

Das Forstamt Langen ist verantwortlich für ca. 15.900 ha Wald im Stadt- und Landkreis Offenbach. Dieser wird von 11 Revierförstereien und insgesamt 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gepflegt. Prägende Baumarten sind Kiefer, Buche und Eiche. Für den Ziegenmelker und den Moorfrosch hat das Forstamt Artenpatenschaft übernommen und fördert diese Arten mit gezielten Maßnahmen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Erholung, die gerade im Ballungsgebiet eine wichtige Waldfunktion ist.

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