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Hessen: Holzbau Cluster Hessen gegründet

Hessen: Holzbau Cluster Hessen gegründet

Im Juni gründeten 20 Vertreter der hessischen Holzbranche eine neue Kooperation. Das Holzbau Cluster Hessen versteht sich als Dienstleister für Holzbetriebe, wird Kompetenzen bündeln und den Dialog innerhalb der Branche fördern. Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebes HessenForst vertritt als Vorstandsmitglied die Forstwirtschaft.

Am Anfang der Produktionskette „Holz“ steht lebende, wachsende Substanz, die vielseitig verarbeitet wird. „Holz ist ein großartiger Werkstoff und zu schade um ihn einfach zu verbrennen“, sagt Michael Gerst und betont weiter: „Fachgerechter Holzbau garantiert Ressourceneffizienz sowie Klimaschutz durch CO2-Bindung und Energieeinsparung. Das sind die großen Stärken unserer Branche.“
Kompetenzen stärken und bündeln
Qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen gehört auch hier zu den Herausforderungen, denn die gesamte Holzbranche ist im Wandel: Die Anzahl der Betriebe nimmt ab und verbleibende Unternehmen werden größer. Kleine Betriebe weichen erfolgreich auf Nischenprodukte aus. Man befürchtet zudem einen „Holzversorgungsengpass“. Um hier gemeinsam gegenzusteuern, fand nach intensiver Vorbereitung im Juni die Gründungsveranstaltung des Holzbau Cluster Hessen statt. Es setzt sich zusammen aus Vertretern der Forstwirtschaft, der Sägeindustrie, des Zimmerer- und Holzbaugewerbes, sowie Kommunen, Universitäten, wissenschaftlichen und berufliche Bildungseinrichtungen des Holzbaus.
Vorstand aus der Praxis
Das Ergebnis der Vorstandswahl repräsentiert die Branche breitgefächert: aus allen Bereichen wurde ein Vertreter in das Leitungsorgan gewählt. Somit sind alle Interessensgruppen des Holzbaus berücksichtigt. „Mir ist Praxisbezug sehr wichtig, nur so können wir die Branche stärken“, sagt Prof. Dr. Achim Vogelsberg von der Technischen Hochschule Mittelhessen und Vorsitzender des Holzbau Cluster Hessen.
Dienstleister für Betriebe der Holzbranche
Das Holzbau Cluster Hessen bündelt die Kompetenzen der Region und fördert damit den Holzbau in Hessen sowie den brancheninternen Dialog. Es fungiert dabei als Dienstleister für alle Betriebe entlang der Wertschöpfungskette Holz.
„Eine Kooperation innerhalb der Branche ist eine wichtige Schnittstelle. So können wir gemeinsame Projekte realisieren. Zum einen wird die Holzwirtschaft in Hessen und damit die regionale Wertschöpfung von der Zusammenarbeit profitieren. Zum anderen ersetzt das nachwachsende Holz andere Werkstoffe wie Beton oder Stahl, für deren Herstellung viel Energie verbraucht wird. So können wir den CO2-Ausstoß reduzieren und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Gerst.
HessenForst

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