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Hessen: Forstamtsleiter Werner Wernecke im Ruhestand

Bearbeitet von Jörg Fischer

Der Leiter des hessischen Forstamts Weilburg, Werner Wernecke, ist Ende September in den Ruhestand eingetreten. Nachfolger seit dem 1. Oktober ist Dr. Henrik Horn.

Das Forstamt Weilburg ist ein markanter Teil des Landesbetriebs HessenForst als Bildungszentrum und mit weiteren besonderen Einrichtungen wie dem Wildpark „Tiergarten Weilburg“, dem Jugendwaldheim Weilburg und der Talsperre „Seeweiher“. Für den Leitenden Forstdirektor Werner Wernecke war es Beruf und Berufung zugleich, das Amt über mehr als ein Jahrzehnt erfolgreich zu führen. Wer ihn erlebt spürt dies und auch seine Aufgeschlossenheit für neue Erkenntnisse im Sinne lebenslangen Lernens, um mit dem Team konstruktiv Beiträge zur Weiterentwicklung zu leisten.

Aus dem Reinhardswald stammend, startete er seine forstliche Karriere als Referendar im hessischen Spessart. Von dort führte sein Berufsweg über das Hessische Forstministerium ins damalige Forstamt Idstein. Als Dienststellenleiter in Weilburg stelle das breitgefächerte Spektrum der Aufgaben eine sehr reizvolle Herausforderung dar. „Die Summe der vorhergegangenen Tätigkeiten hat sich als äußerst nützlich bewährt“, erklärte Wernecke.

Als besondere Ereignisse in seiner Dienstzeit hob er die großen Schadereignisse der Jahre 1984, 1990, 2007 hervor. Er bezeichnet sie als „zunächst niederschmetternd“ und ihre Bewältigung im Nachhinein als Erfolge, auf die er mit Stolz zurückblicke. Die Ausstellung „Natur auf der Spur“ bei den Hessentagen 2002 und 2005 mitzugestalten, war für ihn eine Besonderheit. Ebenso wie die Einweihung des Neubaus „Haus Lärche“ am Forstlichen Bildungszentrum durch Ministerpräsident Volker Bouffier werde er auch die diesjährigen Jubiläumsveranstaltungen anlässlich fünfzig Jahren Wildpark „Tiergarten Weilburg“ in guter Erinnerung behalten.

Landesbetriebsleiter Michael Gerst betonte, dass Werner Wernecke das Forstliche Bildungszentrum zu einem Kristallisationskern der nachhaltigen Waldbewirtschaftung in Hessen entwickelt habe. Klimaschutz, Biodiversität und Holz der Wälder stünden der Gesellschaft auf Dauer nur mit guten Rahmensetzungen zum Schutz der Wälder, planvollem Handeln und nicht zuletzt Fachleuten, die ihr Handwerk verstehen, bereit. Hierfür werde in Weilburg Wissen in Theorie und Praxis vermittelt. Auszubildende und Nachwuchskräfte der Forstlaufbahnen erhielten hier eine solide Basis für erfolgreiche Karrieren und die Beschäftigten des Landesbetriebs regelmäßig ein attraktives Fortbildungsangebot. „Die innerbetriebliche Zusammenarbeit mit Werner Wernecke, aber auch zwischen ihm und den örtlichen Waldbesitzern, den Bürgern, den Verbänden, sowie Kunden und Lieferanten war immer fruchtbar und erkennbar positiv.“

Gerst beschreibt den scheidenden Forstamtsleiter als einen hochgeschätzten, passionierten Forstmann und Kollegen, der stets besonnen und lösungsorientiert handelt. Als Spezialist für Forsttechnik befasste er sich schon früh intensiv mit den Folgen des Klimawandels auf die Waldstandorte und Holzernte. Das Augenmerk richtete er entsprechend auf den Schutz von Boden und Beständen. Er wirkte als Mitautor einer bundesweit beachteten Schriftenreihe, als Lehrkraft und nicht zuletzt durch vorbildliches Arbeiten in den von ihm betreuten Betrieben. Darüber hinaus brachte er seine Kompetenzen und Erfahrungen in verschiedenen Prüfungs- und nationalen Fachgremien ein.

Wernecke plant derweil mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen, zu reisen, seinen Hobbies nachzugehen und sich weiter im Ehrenamt für Wald und Natur zu engagieren.

Auf Wernecke folgt Horn

Die Aufgabenvielfalt im und um das Forstamt Weilburg geht zum 1. Oktober in die Hände von Forstoberrat Dr. Hendrik Horn über. Er war zuletzt als Dezernent bei der Oberen Forstbehörde des Regierungspräsidiums Darmstadt tätig. Das Forststudium hat er an der TU Dresden absolviert. Dort wurde er als wissenschaftlicher Mitarbeiter nach dem Referendariat im Forstamt Wiesbaden-Chausseehaus auch promoviert.

Quelle: HessenForst