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Das Forstamt Nidda achtet auf seltene Tierarten: Hier wird der Blick auf die Rote Waldameise gelenkt. Foto: Hessen-Forst

Hessen-Forst: Weltweit längster Pfad der Nachhaltigkeit eröffnet

Hessen ist um eine Attraktion reicher: In der Wetterau hat das Forstamt Nidda für Wanderer ein Highlight geschaffen – den längsten Pfad der Nachhaltigkeit.

Auf einer Länge von insgesamt 60 km überraschen attraktive Waldfenster. Sie ermöglichen Einblicke in die Natur, die dem Spaziergänger ansonsten verborgen bleiben. 
Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebes Hessen-Forst, freut sich über das fertiggestellte Projekt: „Mit diesen einzigartig gestalteten Fenstern möchten wir Wanderer und Pilger auf besondere Schätze des Waldes aufmerksam machen. Wir wollen Einblicke ermöglichen in die Vielfalt des Waldes und dessen nachhaltige Bewirtschaftung.“
Auch Künstler werden den „Längsten Pfad der Nachhaltigkeit“ genießen: Johanna und Wolfgang Busch vom Arbotec Carving Team haben als Motorsägenkünstler die Waldfenster facettenreich gestaltet und passende Holzskulpturen angefertigt: Über einem Waldfenster schwebt eine riesige Libelle, vor einem anderen krabbelt eine hüfthohe Ameise auf den Wanderer zu. Mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz haben die Holzbildhauer das Projekt maßgeblich unterstützt.
Im Rahmen der Eröffnung am 20. September setzte Gerst den Fokus auf die klimaschützende Wirkung des Waldes. Am Beispiel des „Fachwerk-Waldfensters“ verdeutlichte er, wie langfristig Kohlenstoff durch Holzverwendung gespeichert werden kann: „Die Balken unserer hessischen Fachwerkhäuser sind teilweise mehr als 500 Jahre alt – so lange wird dort schon Kohlendioxid gebunden. Mit unserer nachhaltigen Bewirtschaftung wollen wir den Wald pflegen und auch künftig den klimafreundlichen Rohstoff Holz für den Bedarf der Bevölkerung zur Verfügung stellen.“
Gleichzeitig ist Hessen-Forst der Naturschutz besonders wichtig: „Die Erhaltung der Artenvielfalt sowie die Förderung der natürlichen Prozesse sind elementare Bestandteile nachhaltiger Forstwirtschaft“, betonte Bernd Reißmann, Leiter des Forstamtes Nidda. Er ließ seine Erläuterungen sichtbar werden an einem überdimensional großen Frosch, der den Blick frei gibt auf einen versteckten Tümpel. Insgesamt befinden sich zehn Waldfenster entlang der Bonifatius-Route. Zwei weitere Waldfenster überraschen die Besucher im „Traumwald“ bei Büdingen.
Finanziell gefördert wurde das Projekt durch den Wetterau-Kreis sowie das Hessische Umweltministerium.
Hessen-Forst
Die Frösche gehören dazu: Forstamtsleiter Reißmann erläutert Das Forstamt Nidda achtet auf seltene Tierarten: Hier wird der Blick auf die Rote Waldameise gelenkt. Foto: Hessen-Forst Landrat Joachim Arnold (Wetteraukreis) freut sich über das gelungene Kooperationsprojekt: Hier ziehen alle Beteiligten gemeinsam mit Hessen-Forst an einem Strang. Foto: Hessen-Forst

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