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Hessen fördert Forstwirtschaft mit 4,6 Mio Euro

Die Hessische Landesregierung hat im vergangenen Jahr 4,6 Mio Euro an forstlicher Förderung ausgezahlt. 2011 wurden im Vergleich dazu rund 2,8 Mio Euro an Förderung gezahlt, berichtete Staatssekretär Mark Weinmeister bei der Kreisgruppe Fulda des Hessischen Waldbesitzerverbandes am 31. Januar. „Wir haben somit dem Anliegen des Hessischen Waldbesitzerverbandes und des Landesforstausschusses Rechnung getragen und zusätzliche Mittel für die forstliche Förderung bereitgestellt“, so der Staatssekretär. In seiner Rede ging er auf aktuelle Themen der Hessischen Forstwirtschaft ein und sprach über das Hessische Waldgesetz, die Kampagne zu 300 Jahren Nachhaltigkeit, verschiedene rechtliche Regelungen zum Forst sowie die Förderung des Forstes durch das Land Hessen.
 
Mark Weinmeister berichtete über die harten Diskussionen, die rund um das Hessische Waldgesetz und die Freizeitnutzung des Waldes im vergangenen Jahr geführt wurden. Speziell zum Thema des Waldbetretungsrechts fanden in Zusammenarbeit mit Verbänden und Institutionen zwei Runde Tische statt. Hier wurde vereinbart, dass es, flankierend zum Waldgesetz, eine gemeinsame Vereinbarung zur Erholung und zum Sport im Wald geben wird. In der neuen Fassung des Waldgesetzes, ehemals Hessisches Forstgesetz, soll das Prinzip der Nachhaltigkeit hervorgehoben werden. So soll in einer Zielbestimmung die Verpflichtung zur nachhaltigen und multifunktionalen Forstwirtschaft festgeschrieben werden.
 
Die Klimaschutzfunktion des Waldes wird in das Hessische Waldgesetz neu aufgenommen werden. Auch stellte Staatssekretär Weinmeister die Kampagne „300 Jahre nachhaltige Forstwirtschaft“ vor, welche für eine nachhaltige deutsche Forstwirtschaft werben soll. „Nachhaltigkeit ist eigentlich ganz einfach zu erklären: Es darf nur so viel verbraucht werden, wie erwirtschaftet werden kann. Dies ist ein Prinzip, was aus der Forstwirtschaft stammt und in ihr auch besonders deutlich wird“, machte Mark Weinmeister klar. Die hessischen Forstämter werden im Laufe des Jahres verschiedene Führungen für Schulklassen und Familienwanderungen zum Thema Nachhaltigkeit im Wald anbieten und auf unterschiedliche Aspekte der Nachhaltigkeit eingehen.
 
Des Weiteren waren der Gemeinschaftswald und das Holzhandelssicherungsabkommen Themen des Vortrages. Beim Gemeinschaftswald besteht das Ziel darin, rechtliche Grundlagen zur Erleichterung zivilrechtlicher Angelegenheiten zu schaffen und so die Gemeinschaftswälder für die Zukunft handlungsfähig zu machen. Hier werden zur Zeit die Rechtsfragen in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Justizministerium erörtert. Das Holzhandelssicherungsgesetz ist ein Gesetzentwurf der Bundesregierung und dient der Umsetzung einer EU-Verordnung. Mit diesem Gesetz sollen unter anderem Aufgaben und Eingriffsbefugnisse der zuständigen Behörden, auch auf Landesebene, geregelt werden. „Hessen ist für die Kontrolltätigkeit durch das bewährte System des Einheitsforstamtes und der integrierten Hoheit gut aufgestellt“, teilte Mark Weinmeister abschließend mit.

HMUELV

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