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Hessen: Eichen-Furnierstämme stark nachgefragt

Das hessische Forstamt Wettenberg führte am 11. Dezember 2014 seine traditionelle Eichenwertholz-Submission im Krofdorfer Forst durch. Es wurden 685 Fm Eichenwertholz in 369 Einzellosen beboten und entsprechende Zuschläge erteilt. Nur 1,3 % der Angebotsmenge (acht Lose mit knapp 9 Fm) erhielten kein Gebot. Das Durchschnittsgebot lag bei 591,- €/Fm. Damit wurde das Preisniveau des Vorjahres trotz etwas schlechterer Holzqualität gehalten. Das höchste Einzelgebot erreichte 1.419,- €/Fm. Das teuerste Los erbrachte 4.270,- €/Fm.

Die Angebotsmenge von 694 Fm wurde aus acht Forstämtern von Hessen-Forst sowie zwei Privatwald- und einem Kommunalwaldbetrieb auf den Wertholzplatz „Waldhaus“ geliefert. 300 Fm kamen aus 16 Kommunalwaldbetrieben, 250 Fm aus dem Staatswald von sieben Forstämtern und 144 Fm aus sechs Privatwäldern. 
Insgesamt 22 Bieterfirmen waren an der Angebotsmenge interessiert, davon erhielten 20 mindestens einen Zuschlag. Auffällig am Ergebnis der Submission war der hohe Holzanteil, den die 11 teilnehmenden Furnierfirmen erworben haben (49 % der Zuschlagsmenge). Das ist der höchste Anteil seit dem Beginn der überregionalen Wettenberger Submission im Jahr 1995. Die fünf Fassdauben-Holzkäufer ersteigerten mit 34 % ein gutes Drittel der Holzmenge, so dass den Sägewerkern nur ein Anteil von 17 % verblieb.
Aus den Ergebnissen lässt sich der Schluss ziehen, dass – wie bereits in den letzten Jahren – die Eichen-Furnierstämme mittlerer und schlechterer Qualität durchaus gefragt sind. Insbesondere Fassdaubenholz scheint aufgrund des weltweit steigenden Weinkonsums nicht nur in dieser Saison, sondern auch künftig stark gefragt zu sein. Insgesamt sind die Veranstalter der Wertholzsubmission Wettenberg mit dem Ergebnis zufrieden. 
Hessen-Forst

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