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Hessen bereitet sich auf Afrikanische Schweinepest vor

Die für den Menschen vollkommen ungefährliche Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich aktuell in Tschechien und Polen aus. Deshalb verstärkt das Land Hessen seine Vorsorgemaßnahmen, um einen Ausbruch dieser gefährlichen Tierkrankheit möglichst zu verhindern.

Hessens Umweltministerin Priska Hinz sagte hierzu: „Hessen arbeitet schon seit geraumer Zeit daran, eine Verbreitung der  Afrikanischen Schweinepest nach Hessen zu verhindern. Wir haben schon seit längerem zielgruppengenaue Maßnahmen zur Vorbeugung, Früherkennung und Aufklärung eingeleitet. Auch für den Ernstfall sind wir gewappnet und stellen Personal, Gerät und Geld zur Verfügung.“ Die Ministerin ergänzte: „Das Umweltministerium plant Spitzengespräche zu führen, bei denen alle beteiligten relevanten Akteure informiert, sensibilisiert und vorbereitet werden. Denn im schlimmsten Fall sollen alle Abläufe reibungslos funktionieren.“

Proben zur Feststellung der Schweinepest

„Sollte es doch zu einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest kommen, ist es sehr wichtig diesen frühestmöglich zu erkennen. Darum wird das Land eine Prämie von 30 Euro bezahlen, wenn Proben bei tot aufgefundenen Wildschweinen genommen und an das Hessische Landeslabor geschickt werden“, betonte Hinz und fügte hinzu: „Diese Proben sind ein entscheidender Faktor, damit wir das weitere Vorgehen festlegen können.“

Aufhebung der Schonzeit für 2018

Um eine zusätzliche Reduktion der Wildschweinpopulation in Hessen zu erzielen, wird das Umweltministerium für 2018 die Schonzeit für Keiler und Bachen, die keine Jungtiere führen, aufheben, sodass diese auch nach dem 31. Januar weiter bejagt werden können. Als weitere Erleichterung können Jagdgäste im Hessischen Staatswald Wildschweine kostenfrei bejagen. Bei der Durchführung von revierübergreifenden Jagden auf Schwarzwild sollen die Behörden durch Straßensperrungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen unterstützend aktiv werden. „Im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest muss schnell und konsequent gehandelt werden“, sagte die Ministerin. Sollte der Ausbruch in Hessen dennoch nicht zu verhindern sein, so arbeitet das Land bereits jetzt an Plänen zur Koordination aller nötigen Maßnahmen. Beispielsweise wird das Land Sammelbehälter für tote infizierte Wildschweine kaufen oder die zuständigen Stellen dabei unterstützen. Denn infizierte Tiere müssen so schnell wie möglich aus der Landschaft entnommen werden.

Mehr Informationen zur Afrikanischen Schweinepest sowie die Probenbegleitscheine finden Sie auf der Internetseite des Umweltministeriums und des Bundesforschungsinstituts für Tierseuchen:

https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/

HMUKLV

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