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Hermann Ilaender verstorben

Bearbeitet von Jörg Fischer

Hermann Ilaender, Gründungsvater und Ehrenmitglied von PEFC-Deutschland, ehemaliger Präsident des DFWR sowie langjähriger Vorsitzender des Waldbesitzerverbands Rheinland-Pfalz, ist Ende Juli im Alter von 88 Jahren verstorben.

Hermann Ilaender wurde am 13. November 1933 in Gelsenkirchen-Buer geboren. Seine beruflichen Stationen führten ihn von der Stadtverwaltung Soest über die Kreisverwaltung Bonn zur Verwaltung des Deutschen Bundestags. Hier wurde ihm im Jahre 1980 wegen seiner besonderen Verdienste als Vorsitzender des Personalrats durch den Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

1983 wurde Ilaender Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Hönningen. Er engagierte sich für die Interessen des Kommunalwaldes und qualifizierte sich für den Vorsitz im Waldbesitzerverband Rheinland-Pfalz.

Ilaender wurde am 15. Januar 1990 in Koblenz zum Vorsitzenden des Waldbesitzerverbands Rheinland-Pfalz gewählt. Mit diesem Amt übernahm er auch eine tragende Rolle in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW).

Von 1991 bis 1995 war er stellvertretender Vorsitzender der AGDW. Von 1995 bis 2007 war er Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats (DFWR). Während seiner Amtszeit als Präsident des DFWR arbeitete er maßgeblich und mit großem Engagement an der erfolgreichen Gründung von PEFC auf nationaler und internationaler Ebene mit. Er blieb stets an den Aktivitäten von PEFC, insbesondere in Deutschland, interessiert. 2008 wurde Hermann Ilaender zum Ehrenmitglied bei PEFC Deutschland ernannt.

Hermann Ilaender: Ein Leben für Wald und Forstwirtschaft

Aber nicht nur im nationalen Bereich, auch auf internationaler Ebene hat sich Hermann Ilaender um den Wald und die Forstwirtschaft verdient gemacht. So setzte er sich z. B. für eine effiziente Holzabsatzförderung ein und vertrat im Vorstand des Holzabsatzfonds die Interessen der deutschen Forstwirtschaft.

Er war Mitinitiator der „Charta für Holz“, einem Maßnahmepaket der Bundesregierung, mit dem Ziel, den Holzabsatz in Deutschland um 20 % zu steigern.

Für sein forstliches Engagement verlieh ihm der Bundespräsident 2003 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse in Mainz. 2007 verlieh die Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung Ilaender für seine Verdienste für die Forstwirtschaft den mit 5.000 € dotierten Georg-Ludwig-Hartig-Preis. Die Landwirtschaftskammer ehrte Ilaender 2008 mit der Verleihung der Silberne Kammermedaille.

Quelle: PEFC, WBV Rheinland-Pfalz