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Hermann Hennewald †

Hermann Hennewald †

Forstamtmann a. D. Hermann Hennewald verstarb nach langer schwerer Krankheit am 5. April 2013 in Düren, nur drei Tage vor seinem 86. Geburtstag. Hennewald wurde am 8. April 1927 in Preßburg geboren und verbrachte Kindheit und Jugend in Asch/Sudetenland. Noch kurz vor Kriegsende zu Arbeitsdienst und anschließendem Kriegsdienst eingezogen, erlebte er Gefangenschaft und Lager. 1946 entlassen, hatte der 19-Jährige weder Ausbildung noch Heimat.

Sein Ziel Forstmann zu werden verfolgte er konsequent und 1957 schloss er Forstlehre, Waldarbeit, Forstschule und Hilfsförsterzeit mit der Abschlussprüfung zum Revierförster ab. Die Landwirtschaftskammer Rheinland in Bonn beschäftigte ihn für zwei Jahre mit Waldbestandsaufnahmen und Forsteinrichtungen. 1959 wurde ihm von der Kammer die Bezirksförsterei Düren in Untermaubach/Eifel und damit die Betreuung des 3 839 ha großen Kleinprivatwaldes übertragen. 1992 wurde er als Forstamtmann im Eifelforstamt Hürtgenwald pensioniert. In seiner Dienstzeit erlebte er mehrere Forstreformen, Amtsleiter und Kollegen.

Von Beginn seiner Tätigkeit in der Eifel an widmete sich Hermann Hennewald der Jugendarbeit. Vorträge in Schulen, Dia-Vorträge, Klassenführungen, Arbeit im Wald und Gründung von Waldjugendgruppen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald NRW sowie seine Aufgaben als Patenförster sollten der Jugend die Natur und den Wald nahebringen.

Hermann Hennewald erfuhr Anerkennung und Ehrungen für sein vielfältiges Engagement in Beamtenbund, Jägerschaft, Naturschutz, Jugendarbeit, Kommunalpolitik, im Orden Der Silberne Bruch und bei der Aussöhnung mit ehemaligen Kriegsgegnern. U.a. erhielt er das Bundesverdienstkreuz, das Europakreuz, die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Kreuzau und die Goldene Ehrennadel der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Seit früher Jugend malte Hermann Hennewald. Natur beobachten und mit dem Pinsel festhalten war Entspannung für ihn. Neben dem Beruf hat der Eifeljagdmaler als Autodidakt das Malen immer mehr vervollkommnet. Dies führte ihn zu Ausstellungen im In- und Ausland.

Christian Griesche

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