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Helmut Volk 75 Jahre

Helmut Volk 75 Jahre

Am 11. November 2016 feierte Dr. Helmut Volk, ehemaliger Leiter der damaligen Abteilung Landespflege (heute Wald und Gesellschaft) der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) seinen 75. Geburtstag.
Geboren in Karlsruhe, geprägt durch eine forstlich familiäre Umgebung (sein Vater war Forstmann), studierte Volk Forstwissenschaften in Freiburg. 1967 promovierte er über die Ausbreitung und künstliche Einbringung der Fichte im Schwarzwald. Seinen forstlichen Vorbereitungsdienst absolvierte Volk zwischen 1967 und 1969 in Breisach, Schönau, Staufen und Liebenzell. Von 1970 bis 1976 war er im Ministerium im Referat Forstpolitik für die Landespflege verantwortlich, was ihm als Sprungbrett für den nächsten Karriereschritt diente: Im April 1976 übernahm er die Leitung der Abteilung Landespflege an der FVA. Von 1995 an bis zu seiner Pensionierung 2006 war er auch stellvertretender Leiter der FVA. Seine dienstlichen und wissenschaftlichen Leistungen wurden zuletzt im Rahmen eines Jubiläumskolloquiums anlässlich seines 70. Geburtstags im Dezember 2011 gewürdigt.
In seiner Forschungsarbeit beschäftigte Volk sich mit verschiedenen Waldfunktionen. Er führte landesweite Studien über die Gewohnheiten und Wünsche der Waldbesuchenden, über Wintersport im Wald und die besondere Erholungsfunktion der stadtnahen Wälder durch. Weitere Themen, mit denen er sich auseinandersetzte, waren unter anderem die Bedeutung der Wälder und der Forstwirtschaft für den Naturschutz und später vor allem die Auswirkungen des Hochwasserschutzes auf die Wälder am Oberrhein. Vor allem das Interesse an der Landschaftsentwicklung der oberrheinischen Wälder ließ ihn seither nicht mehr los: 2006 gründete Volk den Arbeitskreis Flussauen und Auewälder, in dem Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien und Kroatien ihre Erfahrungen in Wissenschaft und Praxis bezüglich der Anforderungen des Naturschutzes und der Wasserwirtschaft an Aue- und andere Wälder austauschen. Bis 2016 leitete er diesen Arbeitskreis. In dieser Zeit entstanden insgesamt 22 Veröffentlichungen. Mit Hilfe von Archäologie, Pollenanalyse, Archäobotanik und eigener historischer Forschung gelang es ihm, die Landschaftsentwicklung am Oberrhein seit 5000 Jahren nachzuzeichnen. Zuletzt veröffentlichte er im FVA-einblick – Heft 2 und 3 Jg. 2014 – einen umfangreichen zweiteiligen Beitrag „Vom wilden Rhein zur Kulturlandschaft Rheinaue: 5000 Jahre Wälder am Oberrhein“. Als aktives Mitglied des Arbeitskreises Flussauen und Auewälder bleibt Volk den oberrheinischen Wäldern weiterhin verbunden.
Die Kolleginnen und Kollegen der FVA wünschen dem Jubilar zum Geburtstag viel Glück und bei seinen Forschungsaktivitäten weiterhin viel Erfolg.
Konstantin von Teuffel

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