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Hellmut Müller verstorben

Hellmut Müller verstorben

Am 2. März 2017 verstarb der ehemalige Dezernatsleiter Forstwirtschaft im Regierungspräsidium Halle Hellmut Müller nach schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren in Halle (Saale).
Aufgewachsen im einem Forsthaus im Erzgebirge studierte Hellmut Müller von 1967 bis 1971 Forstwissenschaften in Tharandt. Seine erste forstliche Wirkungsstätte nach dem Studium fand er in Wippra, dem Sitz des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes Hettstedt. Als Abteilungsleiter Planung errang er schnell Ansehen und Achtung seiner Kollegen.
Bereits 1976 führte ihn sein weiterer beruflicher Werdegang zum ersten Mal nach Halle (Saale). In der damaligen Abteilung Forstwirtschaft unter der Leitung von Dr. Bernhard Morawietz übernahm Hellmut Müller zunächst die Funktion eines Mitarbeiters für Finanzplanung und Preise und wurde wenige Jahre später zum Sektorenleiter Ökonomie berufen. Im Jahr 1984 wurde Hellmut Müller Direktor des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes Blankenburg/Harz. Diesen Betrieb führte er erfolgreich bis zur Wiedervereinigung. Gerade in dieser Zeit sorgte sich Hellmut Müller mit großer Menschlichkeit und Kollegialität um den Verbleib seiner Mitarbeiter. Er selbst wurde nach der Auflösung des Forstbetriebes als Leiter des Staatlichen Forstamtes Rübeland eingesetzt.
1996 wurde Hellmut Müller zum Dezernatsleiter Forstwirtschaft des Regierungspräsidiums Halle berufen. Somit führte ihn sein beruflicher Weg zum zweiten Mal nach Halle an der Saale.
Mit dem ihm eigenen großen Engagement und mit Weitsichtigkeit führte er fortan die Geschicke der Forstwirtschaft im Regierungsbezirk Halle. Sein Credo beschrieb er damals selbst mit folgenden Worten: „Noch mehr Naturnähe in der Waldwirtschaft, enge Zusammenarbeit mit dem Naturschutz und höhere Wirtschaftlichkeit im Forstbetrieb„. Dem folgend initiierte er den Aufbau des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz, setzte sich für die räumliche Zusammenführung von Forstämtern und Naturschutzstationen ein und bewirkte maßgeblich die Erhöhung des Laubholzanteils im Regierungsbezirk Halle.
Bereits im September 2002 beendete Hellmut Müller auf der Grundlage einer Altersteilzeitregelung seinen aktiven Dienst, für seine Forstkollegen viel zu früh. Gleichwohl behielt er ständig den Kontakt, war gefragter Gesprächspartner und interessierte sich bis zu seinem Ableben für jeden Einzelnen.
Die Urnenbeisetzung fand am 8. April unter Anteilnahme vieler ehemaliger Kollegen auf dem Friedhof in Halle-Trotha statt.
Ulrich Mette

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