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Es braucht ein großen Vertrauen zwischen der Fällmannschaft und dem Piloten, wenn dieser einen abgesägten Ast vom Schnitt abhebt

Standbein Hubschrauber-Fällung

Helikopter sind zwar das spektakulärste Hilfsmittel bei Spezialfällungen, aber nicht zwingend das teuerste. Der süddeutsche Forstunternehmer Marcel Hoch hat die Hubschrauber-Fällung zu einem seiner Standbeine gemacht. Wir haben ihn im März bei einem Einsatz besucht.

Wenn sich das charakteristische Knattern des Hubschraubers nähert, schlägt das Herz von Marcel Hoch höher. Dann weiß der 28-Jährige, dass in den nächsten Stunden seine volle Konzentration und sein ganzes Können gefragt sein werden. Die Gefahr fürchtet Hoch weniger, weil er weiß, dass er, seine Mitarbeiter und die Hubschrauber-Crew gut ausgebildet und erfahren sind. Aber jede Unachtsamkeit und jeder Planungsfehler können Zeit kosten – und Zeit ist an wenigen Stellen so unmittelbar mit Kosten verbunden wie bei Spezialfällungen mittels Helikopter.

Ein halber Arbeitstag

Im März in Winnenden, nordöstlich von Stuttgart: Zwischen einem Wohngebiet und einer Kleingartensiedlung sollen aus Gründen der Verkehrssicherung 24 Bäume gefällt werden. Die Stadtverwaltung war mit dieser Aufgabe an Marcel Hoch herangetreten. Hoch betont in unserem Gespräch, dass er in solchen Fällen nicht automatisch mit einem Hubschrauber plant. „Wir suchen immer die wirtschaftlichste Lösung“, sagt er. In Winnenden war das tatsächlich der Hubschrauber, denn ein Kran war wegen des dort fließenden Buchenbachs und bei weichem Untergrund keine Option.

Gemeinsam mit dem Auftraggeber entschied sich Hoch daher für einen Hubschraubereinsatz. Der dauerte letztlich nicht einmal einen halben Arbeitstag. „Die Schnelligkeit ist schon faszinierend, mit einem Kran hätten wir viel länger gebraucht“, sagt Hoch. Am Stadtrand von Winnenden lag dagegen nach wenigen Stunden ein gewaltiger Berg aus Stämmen und Kronen auf einer Wiese, von wo aus der Abtransport möglich war.

Spezialfällungen mit Hubschrauber anzubieten, hat sich für die Firma Hoch Baumarbeiten relativ rasch zu einem Standbein entwickelt.

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Den vollständigen Text lesen Sie in der Forst & Technik 8/2020.

Jens Eber

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