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Heizen mit Pellets: Allgäu ist Schwerpunktregion

Heizen mit Pellets: Allgäu ist Schwerpunktregion

 Das Allgäu gehört bundesweit zu den Schwerpunktregionen der modernen Holzenergie wie das Heizen mit Pellets. Bei einem Vorort-Termin in Kempten erläuterten Branchenvertreter dem Staatssekretär beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Gerd Müller MdB, die Vorzüge von Energieträger und Technik. Durch den Einsatz von rd. 50.000 Tonnen (t) Holzpellets in rd. 3.700 Pelletheizungen und dem damit verbundenen Ersatz fossiler Energien wurden im Allgäu im Jahr 2009 rd. 80.229 t Kohlendioxid (CO2) eingespart. Im Geldbeutel des Verbrauchers lassen sich die Vorteile ebenfalls aufzeigen: Auf über sieben Mio. Euro Heizkostenersparnis für die mit Pellets heizenden Verbraucher beziffert der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) die Einsparungen im Allgäu.
 „Heizen mit Pellets ist eine im Allgäu rundum angepasste Wärmequelle. Verbraucher schätzen den preiswerten Betrieb, die komfortable Handhabung und die positiven Auswirkungen für Klima und Umwelt. Wirtschaft und Handwerk profitieren vom Verbleib der Wertschöpfung in der Region.“ Hierauf verwies DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Jede fünfte Pelletheizung in Bayern steht heute im Regierungsbezirk Schwaben und jede Zehnte im Allgäu. Wenn Verbraucher richtig rechnen, führt die Umstellung auf das Heizen mit Pellets zu deutlichen Einsparungen bei den Betriebskosten, so dass sich die etwas teurere Anschaffung einer Pelletheizung bereits nach weniger als 10 Jahren lohnt. „Wenn die ambitionierten Klimaschutzziele im Wärmebereich bis 2020 erreicht werden sollen, muss die Bundesregierung weiterhin für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen“, betonte Bentele. Dies sei auch dadurch gerechtfertigt, dass die Bereitstellung von Holzpellets keine mit fossilen Energien vergleichbaren Umweltschäden verursache, die der Steuerzahler anderweitig bezahlen müsse. Eine neue IfO-Studie könne zudem belegen, dass der Staat über den investitionsbedingten Mehrwertsteuer-Rückfluss selbst von Förderprogrammen profitiere.
Der Vorsitzende der Waldbauernvereinigung (WBV) Kempten, Ignaz Einsiedler, erläuterte, dass die höhere Nachfrage nach Holzenergie für die Forstwirtschaft zu einem erfreulichen Preisanstieg bei ehemals unattraktiven Holzsortimenten geführt habe. „Durchforstungsmaßnahmen in Nadel- und Laubholzbeständen wurden hierdurch für den Waldbesitzer rentabel, und ein guter Pflegezustand erhöht Vitalität und Widerstandsfähigkeit des Waldes gegenüber Umwelteinflüssen wie Schneedruck, Trockenheit und Stürmen. Insofern profitiert neben dem Klimaschutz auch die Ökologie von der Holzenergie“, sagte der WBV-Vorsitzende. Er bekräftigte, dass das Interesse an der Holzenergie auch dafür genutzt werden müsse, Pflegemaßnahmen in den Wäldern auszubauen und durch Mobilisierungsmaßnahmen die Nachfrage nach dem heimischen, neutralen CO2-neutralen Rohstoff zu bedienen.
Der Handel mit heimischen Energieholzsortimenten liegt im Trend, wie der Vorstand des Biomassehofs Allgäu eG, Helmut Müller betonte. Immer mehr Menschen wollen Ihren Brennstoff auch unter Umweltaspekten mit gutem Gewissen nutzen. Holzenergiesortimente wie Pellets als ihre modernste Form stehen für heimische Wertschöpfung, für eine faire, an Marktmechanismen ausgerichtete Preisbildung ohne Spekulationseinflüsse sowie für einen nachwachsenden Rohstoff, dessen breite Verfügbarkeit vor Ort gesichert ist. „Um die Regionalität des vermarkteten Energieholzes noch stärker zu betonen“, so Müller, „haben wir für unsere Produkte das eingetragene Markenzeichen „Allgäuwälder“ geschaffen.
Welche Bedeutung erneuerbare Energien heute bei der Wärmebereitstellung erlangen können, wurde anhand einer Eigentümergemeinschaft in Dietmannsried (Ortsteil Probstried) verdeutlicht, wo eine Ölheizung gegen eine Pelletheizung samt Solarkollektoren zur Heizungsunterstützung ausgetauscht wurde.
DEPV

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