Holz brennt in Kaminofen
Wenn Holz vollständig verbrennt, verrußt die Scheibe am Kaminofen nicht und es bleibt nur weiße Asche übrig.
|

Heizen mit Holz und Verstand

14. Dezember 2022
Wer wärmt sich im Winter nicht gern an einem behaglichen Kachel- oder Kaminofen? Damit das Feuer weder qualmt noch rußt, kommt es sehr auf das Brennholz an.

Bei optimaler Verbrennung von Holz entstehen hauptsächlich Kohlendioxid, das von den Pflanzen wieder aufgenommen wird, und Asche.

Feinstaub reduzieren

Doch jedes Holzscheit enthält auch geringe Mengen an Stickstoff-, Schwefel- und Chlorverbindungen, und es wird Feinstaub über den Schornstein freigegeben. Durch die Wahl des richtigen Brennmaterials werden Emissionen verringert und die Umwelt geschont. Deshalb rät die Regierung von Unterfranken:

  • Nur unbehandeltes, lufttrockenes Holz, z. B. als Scheitholz, Hackschnitzel, oder Pressling, wie Holzbriketts oder Pellets, darf verbrannt werden. Feuchtes oder behandeltes Holz, ob gestrichen, lackiert, beschichtet, mit Holzschutzmitteln versehen oder als Sperrholz, Span- oder Faserplatte verleimt, gehören nicht in den Ofen.
  • Lufttrocken ist Brennholz aus Buche und Nadelhölzern schon nach wenigen Monaten, wenn es abgedeckt und gut durchlüftet gelagert wurde. Bei Eiche dauert es etwas länger. Gute Hinweise gibt es dazu auf der Webseite des TFZ Straubing
  • Bei feuchtem Holz wird für die gleiche Heizleistung die doppelte Menge Brennmaterial benötigt. Hoher Wassergehalt setzt die Verbrennungstemperatur herab. Verstärkte Ruß- und Rauchbildung und die Gefahr einer Kaminversottung sind die Folge.
  • Papier, Pappe und Verpackungen sind nicht als Brennstoffe in Heizkaminen und Kaminöfen geeignet.

Wichtig in der Anheizphase

Wer besonders in der Anheizphase die Flammen beobachtet, kann auf ausreichende Luftzufuhr achten. Liegt zu viel Holz gleichzeitig im Ofen vor, verbrennt es nur unvollständig und es entstehen mehr Schadstoffe. Ähnliches gilt auch für zu große Scheite.