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Heinrich v. Brockhausen im Ruhestand

Heinrich v. Brockhausen im Ruhestand

Nachdem Privat-Forstdirektor Heinrich v. Brockhausen am 24. April 2016 sein 65. Lebensjahr vollendet hat, beendet er nun mit Ablauf des Monats September 2016 seine aktive berufliche Laufbahn.
Nach dem Studium der Forstwissenschaft in Göttingen mit anschließendem Referendariat in der Niedersächsischen Landesforstverwaltung wurde er 1981 als Beamter auf Lebenszeit übernommen und als Dezernent für forstliche Hoheit und Holzverkauf an der Bezirksregierung Weser-Ems in Oldenburg eingesetzt. 1983 folgte dann der Wechsel zur Fürst zu Bentheim’schen Domänenkammer in Steinfurt als Leiter des Forstbetriebes und Nachfolger seines Vaters, der den Forstbetrieb zuvor 24 Jahre geleitet hat. Über drei Jahrzehnte hat es Heinrich v. Brockhausen verstanden, aus einer Privatforstverwaltung ein modernes Dienstleistungsunternehmen aufzubauen und immer weiter zu entwickeln. Auf diesem Weg kam ihm das große Vertrauen der waldbesitzenden Familie, von Christian Fürst zu Bentheim-Steinfurt über Reinhard Prinz zu Bentheim-Steinfurt bis zu Carl Ferdinand Erbprinz zu Bentheim-Steinfurt, sehr entgegen. Der Forstbetrieb der Fürst zu Bentheim’schen Domänenkammer mit Revieren in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg betrachtet den Wald als ein dauerhaftes, vielgestaltetes und dynamisches Ökosystem. Jegliche Nutzung der Wälder soll so geschehen, dass das Ökosystem als Ganzes auf Dauer erhalten und funktionsfähig bleibt.
Heinrich v. Brockhausen bekannte sich immer für eine erwerbswirtschaftliche Forstwirtschaft, die stets im Einklang mit der Natur steht. Infolge der kahlschlagsfreien und naturnahen Bewirtschaftung gilt dieser Forstbetrieb unter seiner Regie als Musterbetrieb. Last but not least darf auch seine Kreativität bei der erfolgreichen Findung von anderen Geschäftsfeldern im Bereich der Nebennutzungen (Schmuckreisig und Moos!) und der Ersatz- und Ausgleichsleistungen (Ökopunkte!) nicht vergessen werden.
Hervorzuheben ist auch sein Engagement im beruflichen Umfeld, das er mit viel Elan und Phantasie versehen hat. Beispielhaft zeigt sich das an seiner langjährigen Aktivität im Vorstand des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen (für eine weitere Wahlperiode wurde er jüngst noch einmal als Vorstandsmitglied gewählt), im Deutschen Forstwirtschaftsrat als Mitglied des Ausschusses für Betriebswirtschaft, in der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft Niedersachsen sowie im Nordwestdeutschen Forstverein.
Die Würdigung seiner Lebensleistung wäre unvollständig, würde man die wesentlichen außerforstlichen Ehrenämter unerwähnt lassen. Heinrich v. Brockhausen ist seit 21 Jahren Ratsherr der Stadt Bad Bentheim und seit 15 Jahren Kreistagsabgeordneter im Landkreis Grafschaft Bentheim mit den Interessenschwerpunkten Wirtschaft, Umwelt und Natur. Geradlinigkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Toleranz und Diskussionsfreudigkeit waren immer Maßstäbe seines Denkens. Sich kümmern um Mitarbeiter/innen, Freunde und Kollegen und vor allem um Studenten und forstlichen Nachwuchs, die in großer Vielzahl „durch seine Hände gegangen sind“, in verständnisvoller Art runden seine Persönlichkeitsmerkmale ab.
Alle diese Weggefährten  wünschen ihm für den Ruhestand alles Gute bei lange andauernder guter Gesundheit, damit nun viel Zeit und Muße für seine Familie, seinen Freundeskreis, die Fortsetzung seiner Beratungstätigkeit und seines ehrenamtlichen Engagements sowie die Jagd verbleiben!
Mark v. Busse

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