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Heinrich Nordmeyer i.R.

Heinrich Nordmeyer i.R.

Auf ein facettenreiches Berufsleben kann Heinrich Nordmeyer zurückblicken, der mit Erreichen des 65. Lebensjahres offiziell aus dem Forstdienst verabschiedet wurde. Nordmeyer begann seine ersten beruflichen Schritte im seinerzeitigen Regierungsbezirk Hannover. 1973 wurde er als einer der ersten Förster zum Programmierer fortgebildet und arbeitete als EDV-Betreuer und Kontaktperson zu den Forstämtern.1976 konnte er dann die mit 1 400 ha sehr anspruchsvolle Revierförsterei Rulle im damaligen Klosterforstamt Osnabrück übernehmen. In dem Wiehengebirgsrevier war für Nordmeyer die Entwicklung hin zum Laubmischwald ein wichtiges Arbeitsziel.
Früh erkannte der kontaktfreudige junge Förster die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit und setzte diese u.a. mit jährlich stattfindenden Waldjugendspielen und Waldführungen zielgerichtet um. Er wirkte beim Aufbau des Lernstandortes „Noller Schlucht“, eines der ersten anerkannten Umweltbildungszentren in Niedersachsen mit und gründete 1988 die Ameisenschutzwarte Osnabrück mit heute noch 40 Mitgliedern. Für die Öffentlichkeitsarbeit entstand ein Ameisenmobil, in dem ein Formicarium integriert ist. Auf diversen Ausstellungen und Messen nutzte Nordmeyer „seine Waldameisen“ als Blickfang, um Besucher für Themen rund um den Wald und die Forstwirtschaft zu erreichen.
Mit der Auflösung des Revieres Rulle ging Nordmeyer als Dezernent in die Forstamtsleitung. Jagdangelegenheiten, Grundstücks- und Vertragsangelegenheiten und Betreuungsforsten waren seine Verantwortungsbereiche. So wirkte er fünf Jahre als Vertreter im Jagdbeirat mit.
Eine weitere Herausforderung war die Einrichtung des FriedWaldes Bramsche, der 2003 als erster FriedWald in Niedersachsen und vierter in Deutschland eröffnet wurde.
Mit 57 Jahren nutzte Nordmeyer die Gelegenheit, im Zuge des Personalabbaus in den Vorruhestand zu gehen. Er blieb dem Forst aber noch zwei Jahre als FriedWald-Betreuer erhalten, unterstützte die Stadt Osna-brück bei der Aufarbeitung der Folgen des Sturmes „Kyrill“ und kümmert sich noch heute um die Fortbildung von Mitarbeitern im Stadtwald. Eine Vielzahl von Ehrungen von Verbänden, wie Jägerschaft, Berufsverband, Naturschutzstiftung, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Wiehengebirgsverband unterstreichen die Vernetzung des Försters mit seiner Umgebung,
Für den jetzt vor ihm liegenden Lebensabschnitt will Nordmeyer sich weiter „geistig mit Imkerei, Jagdhornblasen und der Bewirtschaftung des großen Resthofgrundstücks mit riesigem Zier- und Nutzgarten auseinandersetzen.

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