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Heinrich Hochhäuser †

Heinrich Hochhäuser †

Am 7. Januar verstarb Ministerialdirigent a.D. Heinrich Hochhäuser, Leiter der Landesforstverwaltung Nordrhein-Westfalen von 1973 bis 1985. Hochhäuser, geboren am 16. April 1922, schloss 1949 das Studium in Göttingen als Diplomforstwirt ab. Die große forstliche Staatsprüfung legte er am 16.12.1950 in Hannover ab. 1955 wurde ihm die kommissarische Leitung des Forstamtes Kottenforst übertragen, von dem er 1958 zur rheinischen Braunkohlen AG wechselte, um dort eine Forstabteilung zu gründen. In dieser Zeit leistete er anerkannte Aufbauarbeit zur forstlichen Rekultivierung nach Braunkohletagebaunutzungen. 1965 ereilte ihn ein Ruf des damaligen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, wo er ab dem als Forstpolitikreferatsleiter tätig wurde. In diese Periode fielen die Erarbeitung des Landesforstgesetzes und die grundlegende Neuorganisation der Forstverwaltung hin zur Einheitsforstverwaltung für NRW.
1973 wurde Hochhäuser zum Leiter der Abteilung IV (Forst- und Holzwirtschaft) des MELF ernannt. Diese Abteilung führte er bis 1985, wobei er noch die Umgestaltung durch den Regierungswechsel zur Abteilung IV (Forsten-Naturschutz-Flurbereinigung) mitgestaltete.
Heinrich Hochhäuser hat sich neben dem regulären Dienstgeschäft intensiv in den forstlichen Vereinen und Verbänden engagiert. So war er sowohl im Vorstand des DFWR bzw. in dessen Ständigem Ausschuss, in der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, im LJV und weiteren Organisationen Mitglied. Er bewahrte sich bis ins hohe Alter eine große Aufgeschlossenheit für gesellschaftliche und forstliche Themen und wird seinen Kollegen in guter Erinnerung verbleiben.
 

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