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Hausschwamm-Genom entschlüsselt

Hausschwamm-Genom entschlüsselt

Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Prof. Dr. Ursula Kües und Dr. Andrzej Majcherczyk von der Universität Göttingen hat das Genom des schädlichen Hausschwamms Serpula lacrymans entschlüsselt und mit den Genomen anderer Pilze verglichen. Der Hausschwamm ist ein Braunfäulepilz, der totes Holz angreift und massive Schäden an hölzerner Bausubstanz verursachen kann.

Die Wissenschaftler konnten außerdem erstmals genetische Parallelen mit Mykorrhizapilzen nachweisen: Schädling und Nützling besitzen beide nur eine reduzierte Ausstattung an Genen zum Abbau der Zellwände von Pflanzenzellen.

Die Analysen können dazu beizutragen, den schädlichen Hausschwamm in Zukunft gezielter zu bekämpfen. Außerdem wollen die Wissenschaftler ihre Erkenntnisse über verschiedene Holzabbaustrategien der Braunfäulepilze und der bereits zuvor analysierten, Lignin abbauenden Weißfäulepilze für die Produktion erneuerbarer Energien nutzen. Forscher in der Göttinger Arbeitsgruppe von Prof. Kües und weltweit arbeiten an der Entwicklung enzymatischer Verfahren, um künftig den Kraftstoff Bioethanol in großen Mengen aus dem nachwachsenden Rohstoff Lignozellulose herzustellen.

Originalveröffentlichung: Daniel C. Eastwood et al.: The plant cell wall decomposing machinery underlies the functional diversity of forest fungi, Science Express 14 July 2011
 

idw/Univ. Göttingen

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