ABO
Die SAPI-Hilfswinde hilft beim Ausspulen des stählernen Windenseils. Dazu hängt sich der Mann in eine Bandschlinge mit Rolle und befestigt den Karabiner am Ende des Kunststoffseiles an einer der Chokerketten. Er drückt die Funkfernsteuerung auf „Lösen“ und geht praktisch ohne Belastung bergauf.

Hilfswinde Haselsteiner

Wer mit Holzkran oder Rückzange arbeitet, kennt das Elend: Es gibt immer ein Bloch, das gerade um das berühmte Etwas zu weit weg liegt. Umsetzen lohnt nicht, also heißt es: Raus aus dem Traktor oder runter vom Kranpodest und mit dem Sappie das Stück beiziehen. Vier Brüder aus Niederösterreich bieten da etwas an, das den Alltag erleichtern soll.

SAPI-Kranwinde

Die Brüder Haselsteiner haben hierfür die  „SAPI-Kranwinde“ erfunden. Die Winde erklärt sich praktisch von selbst. Es sind die Details, die sie interessant machen. Zum einen die Montage auf einer geschweißten oder geschraubten Konsole. Die Befestigung erfolgt mit Einhaken und Durchstecken eines Sicherungsbolzens. Mit 25 kg ist die Winde sehr leicht. Das Öl für den Motor kommt vom Kran. Das geht am einfachsten mit einem T-Stück an der Rotatorleitung und Dreiwegehahn. Der wird umgeschaltet und schon zieht oder löst die Winde. Mehr braucht sie auch nicht zu können, meint Josef Haselsteiner. „Es geht ja nur darum, Dinge heranzuziehen, die fürs händische Tragen zu schwer und für den Kran zu weit weg sind.“ Darum ist auch ein Kunststoffseil mit 5 mm Durchmesser und 80 m Länge aufgezogen.

SAPI-Hilfswinde

Es gibt aber auch noch eine zweite, eher spezialisierte Winde. Sie ist zu allererst als „SAPI-Hilfswinde“ für Traktorwinden konstruiert. Die Haltekonsole ist identisch mit jener der Kranwinde und es gibt auch eine Konsole mit Stammkrallen, doch dazu später. Der Einsatzzweck: Unterstützung beim Ausspulen des stählernen Windenseils mit Hilfe der leichten Kunststoffschnur. Dazu hängt sich der Mann in eine Bandschlinge mit Rolle aus der Baumsteigerei und befestigt den Karabiner am Ende des Seiles an einer der Chokerketten. Er drückt auf „Lösen“ und geht praktisch ohne Belastung bergauf. Ein Selbsttest ergab, dass man zumindest auf den ersten 30 m vor allem das Gewicht der kleinen Umlenkrolle spürt. Ist der Zielort erreicht, hängt man die Schlinge um einen Baum und lässt das Kunststoffseil wieder einholen. Gleichzeitig kommt das Windenseil zum Mann beim Holz.

Die Winde ist den Versionen „Easy“ und „Pro“ erhältlich, die sich im der Trommelkapazität unterscheiden. Die kleine nimmt 200 m Stahl- oder 250 m Kunststoffseil auf, die „Pro“ um jeweils 100 m mehr.

Der komplette Artikel erscheint in der Forst & Technik 1/2018.

Anton Friedrich

Auch interessant

von