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Hans-Ulrich Moosmayer 85

Hans-Ulrich Moosmayer 85

Am 27. Juli vollendete Prof. Dr. Hans-Ulrich Moosmayer seinen 85. Geburtstag. Bis zu seiner Pensionierung 1993 war er 17 einprägsame Jahre Direktor der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg. Wichtig für ihn in dieser Zeit war vor allem das enge Miteinander von Betriebsforschung und Praxis, wobei ihm wissenschaftliche Präzision und Trennschärfe immer ein hochrangiges Anliegen war.
Auch nach seiner Pensionierung war Moosmayer weiterhin wissenschaftlich aktiv – in der Forschung und in der universitären Lehre. Unter anderem befasste er sich im Auftrag der Landesforstverwaltung federführend weiterhin mit der Erstellung der Regionalen Waldbaurichtlinien. In den Diskussionen um die Anfang der 80er-Jahre auftretenden Waldschäden war Moosmayer ein Vertreter fundierter Sachinformationen, der es vermied, Schreckensmeldungen zum Thema zu verbreiten. Mit seiner besonnenen Art war er einer der Fachleute, die zahlreiche Forschungslinien auf den Weg brachten und begleiteten, die das Wissen um die Funktionsweise von Waldökosystemen in dieser Zeit voranbrachten.
Moosmayer ist stets den standortskundlich-waldwachstumskundlichen Fragestellungen treu geblieben. Vor diesem Hintergrund war er prädestiniert auch für den Vorstandsvorsitz des Vereins für Forstliche Standortskunde und Forstpflanzenzüchtung, den er 1982 übernahm und über seine aktive Dienstzeit hinaus innehatte. In dieser Zeit war er auch Mitherausgeber der Mitteilungen des Vereins. Der Lebensweg und die Verdienste Moosmayers wurden anlässlich seiner Pensionierung in der AFZ 16/1993, S. 852 gewürdigt und anlässlich seines 70. Geburtstags in der AFZ-DerWald 16/1998, S. 870, fortgeschrieben.
Diejenigen, die längere Zeit mit Prof. Moosmayer zusammenarbeiten durften, erinnern sich mit Dankbarkeit an ihn als väterlich-verständnisvollen Mentor, wachen und interessierten Diskussionspartner in wissenschaftlich-methodischen Fragen und großzügigen Unterstützer neuer und unkonventioneller Forschungsansätze. Seine ruhige menschliche Art prägte das Arbeitsklima an der FVA entscheidend und schuf ideale Randbedingungen für kreatives und effizientes wissenschaftliches Arbeiten. Mit großer Freude registrieren wir das immer noch rege Interesse des Jubilars an der Arbeit der FVA und freuen uns auch weiterhin über regelmäßige Kontakte. Die Beschäftigten der FVA werden täglich an Moosmayer erinnert, wenn sie den „Hans-Ulrich Moosmayer-Saal“ der FVA, der seit fünf Jahren diesen Namen trägt, betreten. Sie gratulieren dem Jubilar und wünschen ihm Gesundheit und weiterhin ein offenes Ohr und wachsame Augen auf die forstlichen Geschehnisse.
Konstantin von Teuffel, Klaus von Wilpert

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