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Buche Schadstufe 4

Zum Umgang mit geschädigten Buchen

Die Forstliche Versuchanstalt Baden-Württemberg (FVA) hat im August mit der Waldschutz-Info 3/2019 eine Handlungsempfehlung für den Umgang mit geschädigten Buchen veröffentlicht.

Mit Hilfe von vier auf Fotos dargestellten Schadstufen und einer Entscheidungsmatrix können Förster und Waldbesitzer beurteilen, ob und wann Bäume entnommen werden sollten.

Erst im Herbst oder Winter einschlagen

Grundsätzlich gibt die FVA den Rat, die geschädigten Buchen erst im Herbst oder Winter einzuschlagen und bis dahin alle Kräfte auf die Bewältigung der Borkenkäferschäden zu konzentrieren.

Eine Ausnahme macht die Empfehlung nur bei Bäumen der Schadstufe 4 (Starkäste sterben beschleunigt ab, Pilz- und Käferbefall). Sie könnten bereits im Sommer entnommen werden – wenn Wanderwege und Schutzhütten im Gefahrenbereich liegen oder in den nächsten fünf Jahren ohnehin eine Durchforstung geplant sei.

Ergänzend dazu veröffentlicht das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg demnächst weitere Empfehlungen: wie man geschädigte Buchen sicher aufarbeitet und was man bei der Verkehrssicherung beachten muss.

Ursachen des Buchensterbens

Die Ursachen für die erheblichen Schäden vor allem in locker bis lückig stehenden Buchenwäldern sieht die FVA in der außergewöhnlich trockenen Witterung des Jahres 2018 – in Verbindung mit der Buchenmast im gleichen Jahr. Das hat die Bäume so geschwächt, dass Holzfäulepilze ein leichtes Spiel hatten. Den Befall mit dem Kleinen Buchenborkenkäfer und dem Buchenprachtkäfer wertet die FVA als sekundäre Erscheinung.

Oliver Gabriel

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