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Mit dem massiven Alugehäuse erscheint der Blackwood-Kreidenhalter für die Ewigkeit gebaut Fotos: H. Höllerl

Hält, was er verspricht!

Forst & Technik – Praxistest

Mit diesem Slogan bewirbt die kleine Firma blackwood 24 seit der ForstLive-Messe im vergangenen Frühjahr ihren neuartigen Kreidenhalter. Wir haben uns das Produkt, das von zwei findigen Schwaben in der Nähe von Stuttgart aus massivem Aluminium gedreht wird, genau angesehen und von einer Waldarbeiter-Rotte über mehrere Monate testen lassen.Während viele bekannte Systeme die Signierkreide einklemmen und ähnlich wie ein Druckbleistift funktionieren, arbeitet der Blackwood No. 3 nach dem Prinzip eines Lippenstifts: Die Sechskantkreide wird vorne und hinten in einer entsprechenden Aussparung geführt, wobei sie von einem Gewindestück innen im Gehäuse bei der Drehbewegung herausgeschoben wird. Die Mechanik benötigt eine gute Passung zwischen Kreide und Führungselementen. Ausgelegt ist sie auf die Produkte von Lyra. Es gibt andere Hersteller, deren Kreiden – obwohl ebenfalls mit 12 mm angegeben – etwas dünner ausfallen. Damit entsteht Spiel, was im Extremfall dazu führt, dass sich die Kreide rund dreht und nicht mehr weitertransportiert wird.Das Führungsprinzip bedingt auch, dass ein relativ langes Stück von fast 3 cm Länge nicht mehr verschrieben werden kann. Manche Tester bemängelten das. Andererseits hat man bei anderen Haltern oft schon wesentlich längere Stücke einfach verloren, weil sie unbemerkt herausgerutscht sind …Damit man den Kreidenhalter selbst nicht verliert, gibt es das Jojo mit selbstaufrollender Strippe. Da musste man nach der Markteinführung relativ schnell feststellen, dass dessen Metallclip alleine im Forsteinsatz nicht ausreicht. Deswegen gibt es seit einiger Zeit für 6 € noch eine zusätzliche Sicherung aus Kunststoff für die Forstkoppel. Seither sind bei uns keine Blackwoods mehr abhanden gekommen. Zu den dünnen Dyneema-Seilen gibt es ein klein wenig Skepsis: Nach einem knappen halben Jahr im täglichen Einsatz in der Holzernte zeigen manche schon leichte Ausfransungserscheinungen. Bisher gab es allerdings auch nur wenige Produkte, die einer solchen Belastung wesentlich länger als ein Jahr standgehalten haben. Leider müsste man im Zweifelsfalle das ganze Jojo für 10 € neu kaufen; das Seil lässt sich nicht auswechseln.Ansonsten traut man dem griffigen Metallgehäuse durchaus ein sehr langes Leben zu. Das Komplettset inklusive Gürtelsicherung kostet 45,90 € inkl. MwSt. Unsere Jungs haben sich für 6 € extra sogar ihre Namen noch eingravieren lassen.

Heinrich Höllerl
 

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