Holzenergie

Hackschnitzelpreis im 2. Quartal um rund 20 % gestiegen

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Wie für alle Energieträger hat sich auch der Preis für Holzhackschnitzel im zweiten Quartal 2022 erhöht – im Vergleich zum 1. Quartal um 18 % (Qualitätsklasse A1), bzw. 21 % (A2) und 23 % (B). Dies liegt an der großen Nachfrage und dem weiter steigenden Holzpreis.

Hackschnitzel der Qualitätsklasse A2 kosten im zweiten Quartal 2022 31,36 €/Srm netto oder 3,49 ct/kWh bei einer Abnahmemenge von 80 Srm Der Preisvorteil zu Fossilen, die einen deutlich stärkeren Preisanstieg zu verzeichnen haben, wächst weiter an.

Den Verbraucherpreis für Holzhackschnitzel veröffentlicht das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) seit 2022 quartalsweise. Seit 2021 werden dabei die deutschlandweiten Durchschnittspreise für drei Qualitätsklassen (A1, A2 und B, angelehnt an das Zertifizierungssystem ENplus) erhoben.

Hohe Energiepreise verteuern Produktion von Hackschnitzeln

Der aktuelle Hackschnitzelpreis bleibe von den Verwerfungen am Energiemarkt nicht unberührt. Steigende Strom- und Spritpreise haben indirekten Einfluss auf die Kosten für moderne Holzbrennstoffe wie Hackschnitzel, erklärt DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele. Dennoch seien heimische Hackschnitzel nach wie vor als außerordentlich günstiger und klimafreundlicher Energieträger.

Unter www.enplus-hackschnitzel.de sind Adressen von qualifizierten ENplus-Hackschnitzelhändlern zu finden. Für Kommunen und gewerbliche Betreiber von Hackschnitzelheizungen stehen dort kostenlos auch rechtssichere Vorlagen für Ausschreibungen zur Verfügung. Damit können indexierte Lieferverträge abgeschlossen werden.

DEPI-Hackschnitzelpreis

Der Hackschnitzelpreis wird vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) quartalsweise erhoben. Der Erhebungszeitraum endet am 15. des dritten Monats des laufenden Quartals. Er bezeichnet den Durchschnittspreis (netto) in Deutschland für einen Schüttraummeter der jeweiligen Qualitätsklasse.

Qualitätsklasse A1 ist angelehnt an die Qualitätsklasse ENplus A1 (Wassergehalt ≤ 15 m-%, Aschegehalt ≤ 1,5 m-%, Feinanteil ≤ 5 m-%). Qualitätsklasse A2 ist angelehnt an die Qualitätsklasse ENplus A2 (Wassergehalt 20-35 m-%, Aschegehalt ≤ 2,5 m-%, Feinanteil ≤ 8 m-%). Qualitätsklasse B entspricht der Qualitätsklasse ENplus B (Wassergehalt ≥ 35 m-%, Aschegehalt ≤ 5 m-%, Feinanteil ≤ 10 m-%).

Quelle: DEPI