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Habitatbaumkonzept (HaKon) der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten

Habitatbaumkonzept (HaKon) der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten

Das neue Habitatbaumkonzept (HaKon) der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten soll Altbäume und Totholz langfristig sichern und soll als wichtiger Bestandteil des Waldökosystems den Erhalt der Biodiversität verstärken. Ziel des HaKon ist es alte und strukturreiche Bäume einschließlich stehendem und liegendem Totholz in den bewirtschafteten Wäldern der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten systematisch zu erhalten und zu mehren.
Im Verbund mit 2285 ha Naturwäldern, die z. T. schon seit über 20 Jahren nicht mehr genutzt werden, soll ein möglichst zusammenhängendes Netz von Alt- und Totholzlebensräumen erreicht werden.
„Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten nehmen den Gleichklang der ökonomischen, ökologischen und sozialen Waldfunktionen ernst und erbringen mit dem HaKon eine weitere besondere Gemeinwohlleistung“, sagte  Tim Scherer, Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten. Er übergab am 29. Juni das Konzept als Handlungsanweisung an die 30 Förstereien des Landeswaldes: „Wir haben damit ein gutes Instrument geschaffen für mehr Alt- und Totholz in unseren Wäldern und damit für mehr lebendige Vielfalt und gesunde, stabile Wälder.“ Jetzt beginnt die Markierung der Habitatbäume, zunächst werden fünf Bäume pro Hektar Referenzfläche ausgewählt, längerfristig sollen es zehn Habitatbäume pro Hektar in den definierten Beständen werden.
Auch der Naturschutz begrüßt das HaKon, dazu sagte Thomas Wälter, Leiter der Abteilung Naturschutz des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume: „Mit diesem Konzept setzen die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten ein gutes Zeichen für den Arten- und Habitatschutz in unseren Wäldern. Der gezielte und nachhaltige Schutz von Habitatbäumen und Totholz in kleineren Gruppen als ›Motor des Lebens‹ ist unverzichtbar für den Erhalt und die Förderung der Biodiversität. Darüber hinaus stellt das Konzept eine wichtige ökologische Komponente des integrativ bewirtschafteten Waldes dar.“
Forst-S-H

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