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Sehr gutes Ergebnis bei Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim

Sehr gutes Ergebnis bei Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim

Am 9.1.2013 fand die Gebotseröffnung der 22. Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission Northeim statt. Auf drei zentralen Lagerplätzen (Liebenburg, Suterode, Vogelbeck) wurde Holz aus dem Privatwald sowie aus den niedersächsischen Landesforsten angeboten.
Das Wertholzangebot war mit 1753 Fm nur knapp halb so hoch wie im Vorjahr. Dominierende Holzart war mit 1080 Fm die Eiche gefolgt von der Esche mit 532 Fm.
Es haben insgesamt 41 Kunden (Vorjahr 45) die 658 Lose (Vorjahr 1083) beboten. 644 Lose erhielten einen Zuschlag. Aus dem Ausland beteiligten sich Firmen aus Polen, Dänemark und Frankreich. Es wurden insgesamt 4587 Gebote (Vorjahr 6275) abgegeben. Dies sind je Los 7,0 (Vorjahr 5,9). 13 Lose mit insgesamt 43 Fm erhielten keinen Zuschlag. Dies waren überwiegend Ahornlose auf dem Lagerplatz Vogelbeck.
Der Gesamtumsatz lag bei 649.192 EUR (Vorjahr etwa 1,07 Mio. EUR), was über alle Holzarten einem durchschnittlichen Erlös von 380 EUR/Fm (Vorjahr 299 EUR/Fm) entspricht.
Eiche. Die Eichenmenge war mit 1080 Fm etwa um ein Drittel geringer als im Vorjahr (1524 Fm). Bis auf ein Los wurden alle Lose beboten. Der Durchschnittspreis stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11 % von 425 EUR/Fm auf 470 EUR/Fm, was auch auf eine höhere Qualität des Holzes im Vergleich zum letzten Jahr zurückzuführen ist. Die Anzahl der Gebote pro Los stieg im Vorjahresvergleich von 6,6 auf 8,5. Den höchsten Eichenpreis erreichte ein Los mit 1598 EUR/Fm (Vorjahr 1358 EUR/Fm).
Esche. Die Nachfrage nach Esche war zu Beginn der Laubholzsaison verhaltener als im Vorjahr. Daher hat der Waldbesitz mit 532 Fm (Vorjahr 1515 Fm) auf der Submission nur etwa ein Drittel der Vorjahresmenge angeboten. Die Eschenpreis ist bei vergleichbarer Qualität auf 230 EUR/Fm (Vorjahr 215 EUR/Fm) gestiegen. Die teuerste Esche erbrachte 286 EUR/Fm (Vorjahr 561 EUR/Fm).
Bergahorn. Aufgrund deutlicher Marktsignale wurde wie in den Vorjahren das Angebot an Bergahorn mit 38 Fm sehr gering gehalten. Die Markteinschätzung wurde bestätigt und 5 Lose mit 23 Fm nicht beboten. Der Durchschnittspreis liegt bei 327 EUR/Fm (Vorjahr 300 EUR/Fm). Aus dem Durchschnittspreis können wegen des geringen Angebots keine Rückschlüsse auf den Markttrend gezogen werden. Der teuerste Ahorn erzielte 915 EUR/Fm (Vorjahr 730 EUR/Fm).
Kirsche, sonstige Buntlaubhölzer. Auch bei der Kirsche wurde marktbedingt mit 11 Fm (Vorjahr 27 Fm) nur eine sehr geringe Menge angeboten. Der Durchschnittspreis von 169 EUR/Fm ist deswegen nicht aussagekräftig. 5 Fm Elsbeere wurden mit durchschnittlich 304 EUR/Fm verkauft. Die teuerste Elsbeere erzielte 918 EUR/Fm. Ein Los Linde mit 34 Fm erbrachte auf dem Lagerplatz in Vogelbeck 108 EUR/Fm.
Eine Rarität stellte in diesem Jahr das Angebot von Tulpenbaum dar. Auf dem Lagerplatz in Liebenburg wurden knapp 3 Fm zu 268 EUR/Fm zugeschlagen.
Lärche. Die Angebotsmenge an Lärche auf dem Lagerplatz in Vogelbeck war mit 19 Fm deutlich geringer als im Vorjahr (254 Fm). Der Durchschnittspreis liegt mit 268 EUR/Fm deutlich höher als im Vorjahr (167 EUR/Fm), ist aber wegen der geringen Menge nicht aussagekräftig.
Gesamtbewertung
Die Marktsignale im Vorfeld der Submission hatten den Waldbesitz veranlasst vorsichtig zu agieren und das Wertholzangebot zu verringern. Ein Rückgang auf die Hälfte der vergleichsweise hohen Vorjahresmenge war jedoch auch von Marktkennern so nicht erwartet worden. Das verringerte Angebot stieß insbesondere bei der Eiche und der Esche auf ein reges Käuferinteresse. Dies schlug sich sowohl in der Anzahl der Gebote pro Los als auch in deutlich gestiegenen Durchschnittspreisen für diese Holzarten nieder. Angebot und Nachfrage waren bei Bergahorn und Kirsche auch in diesem Jahr sehr gering. Über die gesamte Submission ist der Durchschnittspreis wegen des sehr guten Abschneidens von Eiche und Esche, aber insbesondere auch wegen des geringeren Angebots von Nadelholz um 27 % auf 380 EUR/Fm gestiegen.
Der Waldbesitz ist mit dem Ergebnis der Submission sehr zufrieden.

LK Niedersachsen, FoA Südniedersachsen/Michael Degenhardt

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