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Guter Start für Buchenstammholz

Guter Start für Buchenstammholz

Überraschend gut ist in Deutschland derzeit die Nachfrage nach Buchen-Exportholz. Dabei kann der Bedarf mangels Einschlag vielerorts noch gar nicht gedeckt werden. Bisher beziehen sich die Anfragen der Exporteure in den meisten Fällen auf den Lieferzeitraum bis Weihnachten. Erst nach Chinese New Year – das wird am 31. Januar 2014 sein – kann man absehen, ob die Saison insgesamt stärker wird. In der vergangenen Laubholzsaison begann die Nachfragebelebung erst zu diesem Zeitpunkt.Gegenüber den Vorjahren werden derzeit in Durchschnitt bessere Buchenrundholzqualitäten angefragt: Die B/C-Sortierungen sollen teilweise einen B-Anteil von mindestens 50 % sowie unter 30 % Rotkern haben. Dafür werden Preise von 90 – 100 €/Fm für L 4, 110 – 115 für L 5 und bis zu 120 € für L 6 angeboten. Bei B-Holzanteilen von maximal 30 % liegen die Gebote je nach Stärkeklasse zwischen 75 €/Fm und über 90 €/Fm. Für C-Hölzer bieten Exporteure zwischen 65 €/Fm und 70 €/Fm, jeweils ab Waldstraße. Einige Exporteure akzeptieren mittlerweile auch Frühlieferprämien zwischen 2 und 5 €/ Fm, die von deutschen Buchengroßsägern im Verkehr mit den Landesforstbetrieben eingeführt worden sind.In einigen Regionen Deutschlands gibt es auch schon Preisvereinbarungen mit deutschen Abnehmern. Dabei ist es stellenweise zu Preiserhöhungen gekommen. Während man in den Sommermonaten noch von einer Fortschreibung der Vorjahrespreise ausgegangenen war, zeichneten sich Anfang September in Gesprächen mit mittelständischen Sägewerken zumindest bei Buchen in C-Qualität mögliche Steigerungen ab. Damals forderten die Landesforstbetriebe Aufschläge zwischen 3 und 5?€/Fm gegenüber dem Vorjahr, um den Preisabstand zu Brennholzsortimenten wieder herzustellen. Besonders bei Verträgen mit mittelständischen Sägewerken verweist man dabei auf den Kostenaufwand für die Sortierung und Vorzeigung. Die nun vorliegenden Buchenrundholzabschlüsse zeigen faktisch bei C-Buchen Erhöhungen zwischen 1?€/Fm und 3?€/Fm. Aus Süddeutschland melden Forstbetriebe und Sägewerke somit ein Preisniveau von 65 – 66 €/Fm für L?4, 67 – 70 €/Fm für L?5 und 69 – 71?€/Fm für L?6. Bei größeren, gebündelten Angebotsmengen werden auch 1 – 2 €/Fm höhere Preise bezahlt. In Norddeutschland gibt es seit September auch erste Abschlüssen über Paletten-Buche. Für bessere Ware wird zwischen 63?€/ Fm und 66 €/Fm, in geringeren Qualitäten zwischen 58?€/Fm und 61?€/Fm (jeweils L?3a bis L 6, ab Waldstraße) bezahlt.Obwohl man im September noch eine Preisfortschreibung bei Buchen in B-Qualität erwartet hat, zeigen die vorliegenden Abschlüsse in Hessen, Bayern und Thüringen Preiserhöhungen von bis zu 3?€/Fm und damit ähnliche Verbesserungen wie bei C-Qualitäten. Die Preisangaben liegen für LB 4 bei 90 – 95 €/Fm, für LB?5 bei 105 – 110 €/Fm und für LB?6 bei 115 – 120?€/Fm, jeweils ab Waldstraße. Im Gegensatz zu den Rundholzexporteuren sind allerdings mittelständische Sägewerke nicht einheitlich zur Zahlung von Frühlieferprämien bereit.In Hessen liegen die B/C/D-Mischsortimente für einen großen Laubholzverarbeiter im vierten Quartal bei 70?€/Fm in der Stärke L 4 und bei 74 €/Fm im L 6. Die Frühlieferprämien, die im September ganze 10 €/Fm ausmachten, schmelzen bis zum Jahresende langsam ab. Im ersten Quartal 2014 sind hier sogar leichte Preisrücknahmen zu erwarten.

Heinrich Höllerl

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