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40-jähriges Dienstjubiläum: Verbandsvorsteherin Anke Peithmann (2. v. r.), Ltd. Forstdirektor Hans-Ulrich Braun (l.) und Andreas Tewes (Fachbereich Personal, r.) überreichten Günter Harmel (2. v. l.) die Urkunde.

Günter Harmel feierte 40-jähriges Dienstjubiläum

40 Jahre im öffentlichen Dienst: Dieses Jubiläum konnte Günter Harmel Anfang Juni 2018 feiern. Seit mehr als 35 Jahren leitet er das Forstrevier Belle beim Landesverband Lippe. Verbandsvorsteherin Anke Peithmann gratulierte dem Jubilar herzlich.

Nach dem Erwerb der Hochschulreife und einem Praktikum im Forstamt Lage der Landwirtschaftskammer (LWK) absolvierte Harmel von 1977 bis 1980 sein Forstwirtschaftsstudium in Göttingen. Nach einer kurzen Anstellung beim damaligen Staatsforst des Landes Nordrhein-Westfalen im Rothaargebirge, wechselte Harmel 1981 zur Forstabteilung des Landesverbandes Lippe. Zum 1. Oktober 1982 übernahm er die Leitung des Forstreviers Belle von seinem Vorgänger Rudolf Söffker, der in den wohlverdienten Ruhestand ging.

Der Wald ist für Harmel Berufung

Für Harmel ist der Wald Beruf und Berufung zugleich: „Ich habe mich schon früh für die Natur interessiert. Das Praktikum beim LWK-Forstamt bestärkte mich in meinem Entschluss, Forstwirtschaft zu studieren.“ In Belle hat Harmel sein ideales Wirkungsfeld gefunden: „Mein Vorgänger Rudolf Söffker hat das Revier 35 Jahre geführt, ich werde das 36. Jahr zum 1. Oktober 2018 vollenden. Das, was er angelegt und angedacht hat, habe ich fortgeführt: Die sehr aufwändige, aber erfolgreiche Eichenwirtschaft, die Pflege der wunderschönen Hudewaldreste mit ihren knorrigen, alten Eichen und die Weiterentwicklung des Norderteichs als Naturschutzgebiet und ausgezeichnetes Biotop für zum Teil seltene Tier- und Pflanzenarten.“

Harmel erweiterte die Hecken- und Obstbaumpflanzungen auf den extensiv bewirtschafteten Wiesen rund um den Norderteich und initiierte mehrere Projekte mit der Biologischen Station Lippe, u. a. die Anlage eines Amphibiengewässers. Sein Revier war immer – und ist bis heute – Ausbildungsrevier. Harmel hat unzählige Forstwirte ausgebildet und gefördert sowie viele Studenten der fachlich relevanten Universitäten und Hochschulen unterstützt und begleitet. „Ich habe noch heute Kontakt zu einigen, die inzwischen selbst Forstreviere leiten oder z. B. wissenschaftlich tätig sind.“

Ökologie und Ökonomie im Einklang

„Die Forstleute, Revierleitungen wie auch Forstwirte, prägen massgeblich das Bild des Landesverbands Lippe, auch bei der lippischen Bevölkerung. Das Forstrevier Belle gilt in der Bevölkerung als Inbegriff einer idyllischen, intakten Natur. Das ist dem herausragenden Einsatz Günter Harmels zu verdanken“, lobte Verbandsvorsteherin Anke Peithmann bei der Übergabe der Jubiläumsurkunde. Harmel zeige in seinem Revier, dass Ökonomie und Ökologie bei der naturnahen, nachhaltigen Waldbewirtschaftung im Einklang stehen: „Das Revier Belle liefert jedes Jahr wichtiges Eichenholz für die Holzwirtschaft, und weist dank seiner Mischwaldstruktur mit Eichen, Buchen, Fichten, Douglasien und anderen Laubedelhölzern eine hohe Artenvielfalt auf“, hob Hans-Ulrich Braun, Leiter der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe, hervor.

In den Hudewaldresten ist der Eremit, ein seltener Käfer, nachgewiesen. Zudem sind im Forstrevier Belle zahlreiche Specht- und Fledermausarten, Schwarzstorch, Uhu und Wildkatze zu finden. Harmel betreue darüber hinaus weitere, bedeutende Waldgebiete des Landesverbandes Lippe, darunter Grevenhagen, Leopoldstal mit der Lippischen Velmerstot und dem beeindruckenden Silberbachtal, sowie Bellenberg.

LV Lippe

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