Holztransport

eCO2Met: Grünes Methanol

Bearbeitet von Heinrich Höllerl

Die Debatte um den künftigen Treibstoff für den Lkw-Fernverkehr ist voll entbrannt. Nach heutigem Kenntnisstand scheidet reine Batterieelektriziät aus, weil die Fahrzeuggewichte einfach viel zu hoch würden. Aktuell werden Antriebsformen auf der Basis von Wasserstoff von der Politik stark angeschoben, sei es die Brennstoffzelle oder auch der H2-Verbrennungsmotor. Letzterer hat den Charme, dass sich weite Teile des konventionellen Dieselantriebs weiter verwenden lassen, ja womöglich sogar Nachrüstmöglichkeiten bestehen. Neben der großen Frage, woher denn der ganze „grüne“, also regenerativ erzeugte Wasserstoff kommen soll, bleiben allerdings auch die Lagerungs- und Transportprobleme bestehen: Entweder man hat einen Tank mit 700 bar Druck im Fahrzeug, oder man muss den Flüssigwasserstoff immer untern einer Temperatur von -240°C halten.

Ein weiterer interessanter Ansatz ist die Synthese von Methanol aus H2 und CO2. Das ist zwar nochmal ein weiterer Umwandlungsschritt, der natürlich auch Energie kostet, dafür ist Methanol wieder ganz einfach zu handhaben, zu tanken und zu lagern. Die Firma TotalEnergies betreibt in Leuna die größte Methanolraffinerie Europas. Zusammen mit dem Elektrolyseur-Hersteller Sunfire und Fraunhofer wurde jetzt das Projekt e-CO2Met gestartet, bei dem regenerativer Wasserstoff mit dem Abgas-CO2, das bei der konventionellen Methanolproduktion anfällt, zu grünem Methanol verarbeitet werden soll.

Sunfire/Red.