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Grünes Licht für europäische Waldkonvention

Grünes Licht für europäische Waldkonvention

Europa soll ein rechtlich verbindliches Abkommen zum Schutz und zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes erhalten.

Die für den Wald zuständigen Minister und Ministerinnen haben sich für die Aufnahme von Verhandlungen für ein rechtlich verbindliches Waldabkommen in Europa ausgesprochen. Dieser Entscheid ist am 15. Juni 2011 anlässlich der Ministerkonferenz von Forest Europe, einer Kooperation von 46 Staaten sowie der EU-Kommission, in Oslo gefallen. Bis 2013 soll nun eine Arbeitsgruppe eine unterschriftsbereite Konvention ausarbeiten.

Die Herausforderungen an Wald und Waldwirtschaft nehmen laufend zu. Steigende Ansprüche der Allgemeinheit (Schutz, Nutzen, Kohlenstoffsenke, Biodiversität, Erholung), schlechte Ertragslage der Waldwirtschaft oder neue Herausforderungen wie die Auswirkungen der Klimaänderung erfordern neue Ansätze, auch im institutionellen Bereich. Um dem komplexen Ökosystem Wald gerecht zu werden, braucht es einen integralen Ansatz.

Die anvisierte europäische Vereinbarung könnte ein Vorbild für ein globales Waldabkommen sein.

Forest Europe ist eine Kooperation von 46 europäischen Staaten sowie der EU-Kommission. Hauptziele der Zusammenarbeit sind der Schutz und die Bewirtschaftung des europäischen Waldes. Gegründet wurde Forest Europe unter dem Namen MCPFE 1990. Damals wurde vor allem über das Problem des Waldsterbens diskutiert. Seither tagten die zuständigen Minister regelmäßig, letztmals 2007 in Warschau.

BAFU

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