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Gründung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Ostwestfalen-Lippe

Am 13. Februar 2019 haben die Vertreter von 10 Forstbetriebsgemeinschaften aus Lippe, Bielefeld und dem Kreis Gütersloh die Forstwirtschaftliche Vereinigung Ostwestfalen-Lippe (OWL) gegründet.

Die 10 Forstbetriebsgemeinschaften vertreten als Eigentümer etwa 2.100 kleine und mittelgroße private sowie mehrere kommunale Waldbesitzer aus der Region. Zum Vorstand der Vereinigung wählte die Mitgliederversammlung Hermann Graf von der Schulenburg (Kreis Lippe), Heinrich-Theodor Venghaus (Kreis Gütersloh) und Andreas Krumme (Bielefeld).

Die bisherige Struktur der Bewirtschaftung der meisten privaten und kommunalen Wälder durch den Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen ist nicht mehr rechtskonform. Daher muss die Holzvermarktung und Beförsterung in privatrechtliche Strukturen überführt werden. Die Forstwirtschaftliche Vereinigung OWL dient als „Klammer“ für rd. 20.000 ha Waldfläche mit einem durchschnittlichen jährlichen Holzeinschlag von über 100.000 Festmetern und ist Voraussetzung für diese Umstellung. Sie hat ihren Sitz in Gütersloh.

Neustrukturierung ist eine Notwendigkeit, aber auch eine große Chance

Die Gründung dieser Vereinigung ist ein erster wichtiger Meilenstein auf dem Weg der Anpassung der nachhaltigen organisatorischen Struktur zur Pflege der Wälder und zum Aufbau einer rechtskonformen und marktgerechten Holzvermarktungs-Organisation in der Region. Ziel ist es, eine neue Vermarktungsstruktur bis Ende 2019 und wettbewerbsneutrale Voraussetzungen für die Beauftragung von Beförsterungsleistungen bis Ende 2020 zu schaffen.

Ausgangspunkt dieser Veränderungen ist die Tatsache, dass aufgrund kartellrechtlicher Bedenken die Landesregierung NRW im Jahr 2018 beschlossen hatte, die Holzvermarktung und die indirekt geförderte Beförsterung der privaten und kommunalen Waldbesitzer einzustellen.

Für die privaten Waldbesitzer ist es ein großer Erfolg, dass man sich in wenigen Monaten auf die Gründung dieser neuen Organisation einigen konnte und die wesentlichen Entscheidungen – Gründung, Satzung und Personalentscheidungen – einstimmig erfolgten. Der neue Vorsitzende, Hermann Graf von der Schulenburg: „Diese Neustrukturierung ist eine Notwendigkeit, aber auch eine große Chance, aus der die privaten und kommunalen Waldbesitzer in Ostwestfalen-Lippe eigenständiger und gestärkt hervorgehen können.“

Red./Forstwirtschaftliche Vereinigung OWL

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