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Mehr Grünbrücken in Brandenburg

Mehr Grünbrücken in Brandenburg

Im Jahr 2012 wurden im bestehenden Autobahnnetz des Landes Brandenburg drei Grünbrücken mit einer Breite von 50 m fertiggestellt. Diese Brücken dienen Rot-, Reh- und Dammwild, Wolf, Baummarder oder Dachs als gefahrlose Querungsmöglichkeit viel befahrener Autobahnen und vermeiden so auch Verkehrsunfälle.
Vor 2012 gab es in Brandenburg eine normgerechte Grünbrücke. An der A11 steht seit 2005 im Bereich der Schorfheide eine Grünbrücke, auf der im Rahmen eines Monitoringprojektes, an dem sich das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde beteiligt, mittels Kameraüberwachung die gute Nutzung durch Wildtiere nachgewiesen werden konnte. Hier ging 2007 auch der erste rückkehrende Wolf im Norden Brandenburgs in die „Fotofalle“.
Die drei neuen Brücken stehen an der A9 bei Niemegk, an der A13 bei Teupitz/Tornow und an der A12 bei Kersdorf. Die Querungen an der A9 und an der A13 sind bereits auch komplett begrünt und teilweise mit Gehölzen bepflanzt. Infrarotkameras geben Auskunft, wie hier die Tierwelt diese Brücken annimmt. Die drei Brücken stellen einen Vorgriff auf das im Februar 2012 durch das Bundeskabinett verabschiedete „Bundesprogramm Wiedervernetzung“ dar. Die Baukosten in Höhe von rund 15 Mio. EUR wurden aus Bundesmitteln finanziert.
Im Rahmen des vierstreifigen Neubaus der B101n wurde bei Wiesenhagen zur Verminderung der Zerschneidungswirkung der neuen Straße die erste Grünbrücke Brandenburgs in Holzbauweise errichtet. Dazu wurde Holz aus deutschen Wäldern verwendet. Wer vom südlichen Berliner Ring die B101 in Richtung Süden fährt, sieht das 40 m breite, mit einer Stützweite von 32 m und einer lichten Höhe von maximal 7,50 m ausgestattete Bauwerk aus Brettschichtholzbindern, nur wenige Minuten nach dem Passieren von Trebbin.

MIL Brandenburg

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