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Von ganzen Bäumen sieht man hinter dem Raptor... einfach nichts mehr Foto: H. Höllerl

Großraubtiere im Spessart

Die Bayerischen Staatsforsten AöR unternehmen einen Versuch, den Raptor 800 bei uns einzubürgern. Mit gut 25 t Lebendgewicht ist er aus der Nähe eine furchterregende Erscheinung.
Trotzdem täuscht der Name: Der mit Abstand größte Raptor aus dem Stall von Ahwi/Prinoth frisst wie seine kleineren Verwandten eigentlich nur Pflanzen und Steine. Dabei zermalmt er allerdings mit seinem vielzähnigen Maul sogar ganze Bäume derart, dass man hinter ihm sofort Blümchen pflanzen könnte. Seinem Riesenherz mit einem Volumen von 18,1 l und der Kraft von 630 Pferden merkt man dabei noch nicht mal eine Anstrengung an. Seine ökologische Nische soll das Raupentier, das von seinen Züchtern vor allem für schwere Rodungseinsätze gedacht ist, in Bayern vor allem auf Rückegassen in steilen Hängen finden, wo Mulcher mit Gummibeinen keinen rechten Halt mehr finden. Dort hinterlassen seine gewaltigen Plattfüße auch kaum Spuren, weil sich das Gewicht des Ungetüms auf 0,64 kg/cm² verteilt. Auf menschlichen Pfaden richten die eisernen Krallen jedoch durchaus sichtbaren Schaden an. Deshalb muss man den Raptor immer huckepack zu neuen Weidegründen bringen. Dennoch wollen die bayerischen Forsttechniker herausfinden, ob sich hierzulande auf Dauer genügend Futter für ihn findet. 
Heinrich Höllerl
An steilen Hängen womöglich sogar mit Blocküberlagerung Von ganzen Bäumen sieht man hinter dem Raptor... einfach nichts mehr Foto: H. Höllerl Der bayerische Spessart könnte ein passendes Hbitat für den Raptor werden Foto: H. Höllerl

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