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Großhandelsspreise und Energie im Auftrieb

Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag im Januar 2011 um 9,4 % über dem Stand von Januar 2010. Im Dezember 2010 hatte die Jahresveränderungsrate +9,5 % und im November 2010 +7,8 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sind nunmehr die im Verlauf der Wirtschaftskrise beobachteten Preisrückgänge vollständig kompensiert. Der Großhandelsverkaufspreisindex überstieg im Januar 2011 das Niveau vom Juli 2008 und erreichte damit den höchsten jemals gemessenen Wert. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2010 stiegen die Großhandelspreise im Januar 2011 um 1,2 %. Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen lag das Preisniveau im Januar 2011 um 12,5 % über dem von Januar 2010. Verglichen mit dem Vormonat Dezember 2010 verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Produkte um 1,5 %.

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland lag im Januar 2011 um 2,0 % höher als im Vorjahresmonat. Eine höhere Inflationsrate wurde zuletzt im Oktober des Jahres 2008 mit +2,4 % ermittelt.  Die Inflationsrate im Januar 2011 wurde maßgeblich durch den Preisauftrieb bei Energie geprägt, deren Preise insgesamt um 8,6 % über dem Vorjahresniveau lagen. Für Kraftstoffe mussten die Verbraucher 9,9 % mehr zahlen als ein Jahr zuvor (darunter Dieselkraftstoff: + 13,6 % und Superbenzin: + 8,7%). Der stärkste Preisanstieg wurde mit + 25,5 % bei leichtem Heizöl ermittelt. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Inflationsrate im Januar 2011 nur bei + 1,1 % gelegen.

Statistische Bundesamt

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