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Die Forstkammer Baden-Württemberg vertritt die Interessen der privaten und kommunalen Waldbesitzer des Bundeslandes.

Folgen der Trockenheit: Große Herausforderung für Waldbesitzende

Die Folgen der Trockenheit werden die Waldbesitzer noch über Jahre beschäftigen. Die Forstkammer Baden-Württemberg fordert zusätzliche Unterstützung der Politik.

„Der Waldzustandsbericht 2018 zeigt, dass Dürre und Klimawandel nicht nur für einzelne Baumarten sondern für den Wald insgesamt eine Gefahr darstellen“, sagt Jerg Hilt, Geschäftsführer der Forstkammer Baden-Württemberg, in Bezug auf den unlängst veröffentlichten Report des Landes. „Die Folgen der Trockenheit werden die Waldbesitzenden beim Wiederaufbau der Wälder noch über Jahre hinaus beschäftigen“, erklärt der Geschäftsführer. Das sei eine riesige Herausforderung, denn die Kalamität sei noch lange nicht überstanden. Alle Waldbesitzenden, Waldarbeiter, Forstbediensteten, Forstunternehmer, Fuhrleute und Waldbesitzervereinigungen die seit Wochen mit Hochdruck an der Bewältigung dieser Waldschäden arbeiten, verdienen laut Jerg Hilt für ihren Einsatz höchsten Respekt und Dankbarkeit. Gleichzeitig appelliert er an die Politik die Waldbesitzenden zu unterstützen, wo es geht.

Waldbesitzende dürfen nicht allein gelassen werden

„Es ist positiv, dass das Ministerium für Ländlichen Raum die Kalamitäten-Förderung bereits in die Wege geleitet hat“, sagt Hilt. Dadurch könnten Waldbesitzende unter anderem Unterstützung bei der Anlage von Nasslagern, dem Holztransport sowie dem Wiederaufbau ihrer Schadflächen beantragen. „Die Forstkammer fordert darüber hinaus eine Erhöhung der zulässigen Transportgewichte für Holz-LKW“, erläutert Hilt. „Denn um eine Ausbreitung der Schäden zu verhindern, müssen die befallenen Bäume schnell abtransportiert werden“, so der Forstkammer-Geschäftsführer weiter. Dafür müssten die Transportkapazitäten dringend erhöht werden.

Viele Waldbesitzenden stehen in den kommenden Monaten vor der Frage, mit welchen Baumarten sie die Wälder wieder aufbauen sollen. Die neue Waldgeneration soll schließlich den prognostizierten Temperaturanstieg in den nächsten Jahrzehnten aushalten. „Hier brauchen wir dringend Antworten“, fordert Hilt. Welche Sorten einer Baumart kommen mit Dürre besser zurecht als andere? Welche alternativen Baumarten gibt es, die bereits an das zu erwartende Klima angepasst sind? Die Erforschung dieser Themen muss aus Sicht der Forstkammer massiv verstärkt werden.

Forstkammer Baden-Württemberg

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