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Großbritannien: Entscheidung für Förderung von Strom aus Holzpellets

Die britische Regierung hat die Entscheidung für das ab April 2013 gültige Zertifikate-Zuteilungsschema für Strom aus erneuerbaren Energien (z.B. Holzpellets) getroffen. German Pellets begrüßt die neu getroffenen Regelungen als einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Förderung des Einsatzes von Holzpellets bei der Stromerzeugung und effektiven Reduktion von CO2-Emissionen. Das neue Förderungssystem habe Vorbildcharakter vor allem auch für Deutschland, heißt es bei German Pellets.  

• Kohlekraftwerke, welche auf 100 % Biomasse (z.B. Holzpellets) umgerüstet werden, erhalten dauerhaft 1 Renewable Oligation Certificate (ROC)/MWh zugeteilt. Wichtige Neuregelung: Die Zuteilung erfolgt künftig auf Ebene einzelner Erzeugereinheiten. So können Betreiber einen Kraftwerksverbund sukzessive umrüsten und profitieren bereits früher von der Zuteilung.

• Im Segment Co-firing wird die ROC-Zuteilung künftig in drei Klassen geregelt. Bei weniger als 50 % Biomasseanteil werden ab 2013 und 2014 0,3 ROC/MWh zugeteilt, ab 2015 dann 0,5 ROC/MWh. Anlagen mit einem Biomassenanteil von 50 bis 85 % erhalten ab 2013 0,6 ROC/MWh, Anlagen mit einem Anteil zwischen 85 und 100 % im Jahr 2013 0,7 ROC/MWh und ab 2014 0,9 MW/h. Auch hier gilt die Neuregelung mit Betrachtung auf der Ebene von Erzeugereinheiten.

• Reine Biomassekraftwerke erhalten künftig eine Zuteilung von 1,5 ROC/MWh bzw. 1,4 ROC/MWh ab 2016. Strom, welcher unter Einsatz von Kurzumtriebsholz erzeugt wird, erhält eine Zuteilung von 2 ROC/MWh. Diesbezüglich gilt eine Reduzierung der Zuteilungsmengen für Neuanlagen sowie zusätzliche Kapazitäten ab 2015/16 auf 1,9 ROC/MWh und ab 2016/17 auf 1,8 ROC/MWh. Bestehende bzw. bereits projektierte Neuanlagen sollen gegenüber den anderen Erzeugersegmenten nicht benachteiligt werden. Das Department of Energy and Climate Change (DECC) macht jedoch deutlich, dass der Zubau reiner Stromerzeugungsanlagen zukünftig nur noch in limitiertem Umfang  gefördert werden soll.    Biomassekraftwerke, welche mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Strom erzeugen, sollen von der geplanten Limitierung  ausgeschlossen werden.   

• Betreiber von KWK-Anlagen können für den Zeitraum von 2013 bis 2015 entweder eine Anhebung der Zertifikatszuteilung von 0,5 ROC/MWh oder eine Vergütung nach den Regelungen des  Renewable Heat Incentive (RHI) in Anspruch nehmen. Der RHI ist vergleichbar mit Einspeisemodellen für Strom aus erneuerbaren Energieträgern, wie sie z.B. in Deutschland unter Anwendung fester Vergütungssätze im EEG geregelt sind. Im Gegensatz zu Strom, welcher in der Regel in ein nationales Netz eingespeist wird, stellt das RHI auf die Produktion von „erneuerbarer Wärme“ gekoppelt mit dessen Nutzung in unmittelbarer Nähe zur Erzeugeranlage ab.
 

German Pellets

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