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Grifa Softstep

Ein toller Auftritt

Das Auf- und Absteigen von Land-, Forst- oder Baumaschinen belastet die Gelenke wegen der großen Höhendifferenz zwischen unterer Trittstufe und Fahrbahn. Der Grifa-Softstep schafft Abhilfe.

Die Berufsgenossenschaften in Deutschland zählen jährlich über 5 000 Unfälle beim Absteigen von Arbeitsmaschinen. Im Forstmaschineneinsatz, bei entsprechend unebenem Untergrund ist das sogar eine der Haupt-Unfallursachen. Das Verletzungsrisiko lässt sich zwar durch rückwärtiges Absteigen mindern, doch tun das laut einer Untersuchung nur rund zehn Prozent der Maschinisten. Aber auch ohne Unfall ist die langfristige Belastung für den Körper enorm: Beim Absprung eines Menschen mit 80 kg Gewicht aus 50 cm Höhe wirken auf Bänder Knochen und Wirbelsäule kurzfristig Kräfte ein, die 400 kg entsprechen.

Daniel Griener, Inhaber der Firma Grifa Hydraulik und Fahrzeugtechnik (www.grifa.de) in Pfullendorf, hat mit seinem Softstep dafür eine geniale Lösung gefunden: Eine zusätzliche Trittstufe muss her. Diese darf allerdings die Geländegängigkeit bei der Arbeit nicht beeinträchtigen. Bisherige Anbauten mit Klapp-Mechanismen waren zum einen umständlich zu bedienen und wurden oft beschädigt, weil der Fahrer vergessen hatte, sie wieder einzuklappen. Der Softstep funktioniert anders: Betritt der Maschinist beim Aussteigen die unterste Stufe, so gleitet diese mit ihm langsam Richtung Boden und nimmt so die Energie aus dem Bewegungsablauf. Unten angekommen, rastet das System ein und bietet so auch beim Aufstieg eine bequeme Tritthöhe. Der Mechanismus arbeitet mit einer Magnetbremse und benötigt so weder Strom, Druckluft noch Hydraulik. Sie ist einfach zu montieren, ob am Neufahrzeug oder als Nachrüstung. Laut Griener lässt sich selbst bei einer Bodenfreiheit von 70 cm eine Einstiegshöhe von 30 cm darstellen. Der Softstep lässt sich praktisch an alle Fahrzeuge, aber auch Anhänger montieren. Der Widerstand beim Herunterfahren wird über ein Drehrad stufenlos an das Fahrergewicht angepasst.

Unlängst erhielt Griener für seine patentierte Entwicklung den „Landwirtschaftspreis für unternehmerische Innovation“. In der Begründung betonte die Jury „(…) die geniale, aber trotzdem einfache Lösung, die den Softstep universell für Land- und Baumaschinen einsetzbar macht. Er verringert die Unfallgefahr und beugt Langzeitschäden vor. Die Fahrer können ihre gewohnten Arbeitsabläufe beibehalten.“

Seit kurzem wird der Grifa-Softstep über die Firma Ernst Wagener Hydraulikteile vertrieben. Mit drei oder vier Tritten für verschieden hohe Maschinen, zwei Baubreiten und drei Neigungswinkeln findet sich eine Lösung für nahezu jede Anbausituation.

G. Fronemann

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