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Göhrder Waldnaturschutz- und Unternehmertag

Göhrder Waldnaturschutz- und Unternehmertag

Zu einem gemeinsamen Informationsnachmittag trafen sich Förster, Forstunternehmer und am Waldnaturschutz Interessierte aus den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg. Der Einladung der Niedersächsischen Landesforsten zu einer Exkursion in die Göhrde und zu einem Erfahrungsaustausch im rustikalen Ambiente des Göhrder Naturums folgten über vierzig Teilnehmer. „Wir möchten Menschen, die überwiegend vom Wald leben, und solche, denen der Schutz des Waldökosystems und der Waldentwicklung ein besonderes berufliches oder privates Anliegen ist, zusammen bringen“, sagt Forstamtsleiter Dr. Uwe Barge.An einem Waldbild erlebten die Gäste ein kombiniertes Arbeitsverfahren mit Pferderücker und moderner Holzerntetechnik. „Das Rückepferd zieht bei diesem Verfahren Stämme, die vom Harvester nicht erreicht werden können, aus einem jungen Kiefernbestand an eine Gasse. Hier wird das Holz dann maschinell entastet und in Abschnitte gesägt. Den weiteren Transport über die Rückegassen zum Waldweg übernimmt ein moderner Tragschlepper“, erklärt der Forstmann.Die Entwicklung von Kieferwäldern aus Nachkriegsaufforstungen zu stabilen Mischwäldern und der Schutz empfindlicher Waldböden waren weitere Themen, die zu regen Nachfragen führten. Waldnaturschutz, Artenschutz und die Pflege kulturhistorisch bedeutsamer Flächen in den Landesforsten erläuterte Förster Hans-Jürgen Kelm im Breeser Grund. Hier wurde deutlich, dass der Erhalt dieser mittelalterlichen Waldnutzungsform das Ergebnis der intensiven Pflege vieler Förstergenerationen ist. Im verheideten Traubeneichen-Hutewald des Breeser Grundes sind etwa 80 Käfer- und Falterarten der roten Liste nachgewiesen, wie beispielsweise der seltene Hirschkäfer.Nach intensiven Diskussionen führten die Teilnehmer bei einem waldtypischen Imbiss vertiefende Gespräche und tauschten Erfahrungen aus. „Unser Naturschutz- und Unternehmertag sollte Möglichkeiten aufzeigen, wie moderne Forstwirtschaft und Waldnaturschutz miteinander zu vereinbaren sind“, resümiert Dr. Uwe Barge.

Niedersächsische Landesforsten

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