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Glunz AG will in Horn Produktionslinien stilllegen

Glunz AG will in Horn Produktionslinien stilllegen

Am 17.9.2013 hat die Geschäftsleitung der Glunz AG in Horn ihre Beschäftigten darüber informiert, dass sie dort mehrere Produktionslinien stilllegen und damit massiv Personal abbauen will. In Horn sollen ab Januar 2014 nur noch Laminate, HPL-Schichtstoffplatten, Arbeitsplatten und Strom produziert werden.
Das eigentliche Herzstück des ehemaligen Hornitex-Werkes, die Produktion von Spanplatten, deren Beschichtung und das Zuschneiden für die Möbelindustrie sollen stillgelegt werden. Und damit verbunden würden bis zu 250 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren.
Dazu Svend Newger, betreuender Sekretär der IG Metall: „Seit der Übernahme durch die Glunz AG gibt es hier in Horn ein Sterben auf Raten. Schon die Investitionen, tarifvertraglich fixiert, wurden von Glunz nicht getätigt, stattdessen immer wieder Arbeitsplätze abgebaut. Was jetzt hier aber im großen Stile passiert, ist eine ausgemachte Schweinerei.“
„Konzernweit sind in den letzten Jahren durch vielfältige Fehlentscheidungen der oberen Etagen immer wieder Millionen versenkt worden, hier ist als Stichwort nur z. B. Kaisersesch Impaper zu nennen. Und jetzt sollen die Beschäftigten die Fehlentscheidungen bezahlen, selbst für den Personalabbau will die Glunz AG kein Geld in die Hand nehmen“, so Svend Newger weiter.
Dazu Richard Soethe, Betriebsratsvorsitzender der Glunz AG in Horn: „Diese Schlacht hat Glunz noch nicht gewonnen. Die Belegschaft ist durch viele Jahre Insolvenz kampferprobt und wir werden den geplanten Arbeitsplatzabbau so nicht hinnehmen.“
IG Metall

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