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Globaler Preisindex für Sägerundholz

Der globale Preisindex für Sägerundholz (GSPI) setzte seinen vor zwei Jahren begonnenen Verfall im vierten Quartal 2015 fort: Der Index fiel erneut um 4,8 % gegenüber dem Quartal davor, wie Wood Resource Quarterly (WRQ) berichtet. In nur zwei Jahren ist demnach der GSPI um 21,6 % gefallen. Als Ursachen dafür werden der stärker werdende US-Dollar und die geringere Nachfrage nach Holz in Asien, der Levante und in Europa angegeben.
WRQ schätzt, dass der Holzhandel weltweit von rund 84 Mio. m³ in den Jahren 2013 und 2014 auf knapp über 75 Mio. m³ im Vorjahr fiel.
In einigen Ländern waren in den vergangenen zwei Jahren spektakuläre Preissenkungen in US-Dollar festzustellen gewesen, etwa in Russland (-48 %), Brasilien (-32 %), Norwegen (-31 %), Österreich (-30 %), Deutschland (-28 %) und Westkanada (-26 %). Einzig in den Südstaaten der USA stieg der Sägerundholzpreis Ende 2015 gegenüber 2013. Dafür war im wesentlichen die Erhöhung der dortigen Produktionskapazitäten verantwortlich.
Die Sägerundholzpreise fielen in Europa in der Regel schneller als in anderen Teilen der Welt, jene in Mitteleuropa sanken um fast ein Drittel in zwei Jahren. Im vierten Quartal 2015 lag der Europäische Preisindex für Sägerundholz (ESPI) bei 91.00 US-$/m³ – das ist der niedrigsten Stand seit dem ersten Quartal 2009. Ein großer Teil des Preisverfalls ist auf die Abschwächung der Währungen in Europa gegenüber dem US-Dollar zurückzuführen. In den Landeswährungen fielen die Veränderungen des Rundholzpreises bescheidener aus, in Schweden und Polen sind sie sogar gestiegen.
 
timber-online.net

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