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Gezielte Maßnahmen anstelle von pauschalen Ansätzen

Zur Einweihung des neuen Naturerbe-Zentrums Prora auf Rügen hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel jüngst noch einmal das Ziel der Bundesregierung hervorgehoben, im Zuge der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ fünf Prozent der Wälder in Deutschland einer natürlichen Eigenentwicklung zu überlassen.

Position der deutschen Forstwirtschaft zum Anliegen der Bundeskanzlerin

Bereits im April d.J. hatten die Vertreter der Forstwirtschaft in Deutschland anlässlich der Jahrestagung des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) einstimmig ein Positionspapier zum Thema „Wald, Naturschutz und Klimawandel“ beschlossen. Hierin wurde noch einmal deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sich die Forstwirtschaft klar zum Erhalt und zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in den Wäldern bekennt. Anstelle einer pauschalen Herausnahme von Waldflächen aus der nachhaltigen Bewirtschaftung wurden jedoch übereinstimmend in erster Linie Maßnahmen des integrativen Naturschutzes wie beispielsweise der Erhalt von Biotopbäumen und von Totholz als Elemente natürlicher Alters- und Zerfallsphasen als wirksam und wertvoll für den Artenschutz im Wald erachtet.

„Das Anliegen der Bundeskanzlerin, unsere natürlichen Lebensgrundlagen und die Vielfalt unserer Natur zu schützen, entspricht auch unseren Zielen im Rahmen der nachhaltigen und multifunktionalen Bewirtschaftung der uns anvertrauten Wälder. Um dieses zu erreichen, müssen Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität in den Wäldern fachlich begründet, gezielt ergriffen und angemessen entgolten werden. Die pauschale Herausnahme von Waldflächen aus der nachhaltigen Bewirtschaftung ist in diesem Zusammenhang ein zwar einfacher, aber nicht zwangsläufig zielführender Ansatz“, so einstimmig die Vertreter der Forstwirtschaft in Deutschland.

 

Zum DFWR und Download des Positionspapiers

 
DFWR

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