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Gewichtserhöhung = CO2-Einsparung

Gewichtserhöhung = CO2-Einsparung

Über das ganze Jahr 2014 führte die schwedische forstliche Forschungsanstalt Skogforsk umfangreiche Versuche mit erhöhten Gesamtgewichten im Rundholztransport durch. Bei den HCT-Versuchen (High Capacitiy Transport) setzte man Fahrzeuge mit 68–90 t in Relation zu den in Schweden üblichen 60 t.Bei insgesamt 8640 Lastfahrten von 14 Versuchsfahrzeugen kamen fast 38 Mio. Tonnenkilometer zusammen. Dafür errechneten die Forscher eine Spritersparnis von 106325 l mit einem CO2-Äquivalent von 307278 kg. Hochgerechnet auf den gesamten Holztransport des Landes käme man auf eine CO2-Vermeidung von 44000 t jährlich.Den deutlichsten Effekt erzielte man mit den 90 t–, oder ETT-Fahrzeugen (En Trave Till = ein Stapel zusätzlich). Diese kamen auf einen spezifischen Spritverbrauch von 16,8 ml/t*km. Bei den 74-Tonnern lagen die Werte zwischen 21,7 und 28,3 ml/t*km. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine hohe Auslastung bei diesen großen Kapazitäten ist. Im Rahmen der Versuche lag diese zwischen 81 und 99%. Fährt man mit einem HCT-Fahrzeug, das für hohe Lasten ausgelegt und stabil aufgebaut ist, nur Teilladungen, schwindet der Vorteil bzw. wird irgendwann sogar negativ. Im Sommer, bzw. bei abgelagerten Hölzern hatten alle Versuchsteilnehmer Schwierigkeiten, die Ladungsgewichte überhaupt zu erreichen.

Skogsforsk/Höllerl

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