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Schadstufenentwicklung 1992 bis 2013 über alle Baumarten im Gesamtwald Mecklenburg-Vorpommern (Zahlenwerte gerundet).

Gesundheitszustand der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern 2013

Der Gesundheitszustand der Wälder Mecklenburg-Vorpommerns hat sich leicht verbessert. Dies geht aus dem am 8.4.2014 veröffentlichten Waldzustandsbericht 2013 hervor.
„So verringerte sich auch letztes Jahr der Anteil von Bäumen mit deutlichen Schäden von 17 % im Jahr 2012 auf 14 % im Jahr 2013. Damit haben wir im Bundesländervergleich zwei Plätze gut gemacht und liegen deutschlandweit auf Platz 2“, fasste Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz zusammen.
Insgesamt wurden für die Erstellung des Berichtes 1872 Bäume über das Land verteilt beprobt. Bei den einzelnen Baumarten gab es im Vergleich zum Vorjahr teils ganz unterschiedliche Entwicklungen. So zum Beispiel beim mittleren Blatt-/Nadelverlust: Während der Kiefernbestand weiter stabil und robust ist (0,3 % weniger Verlust), verschlechterte sich einerseits aufgrund von Schädlingen der Gesundheitszustand bei Eichen leicht (2,6 % höherer Verlust) und verbesserte sich andererseits die Situation der Buchen (-2,7 %).
„Wälder sind Lebens- und Erholungsraum, Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber, aber er ist auch Klimaregulator und Klimagedächtnis. Daher wirken sich die durch den Menschen verursachten Umweltveränderungen besonders auf den Wald aus. Dabei muss man zwischen lokalen und globalen Einflussfaktoren unterscheiden“, so der Minister. So ist beispielsweise der Schwefeleintrag an einigen Orten von 15 kg je Hektar im Jahr 1996 auf 4 kg je Hektar im Jahr 2013 zurückgegangen. Bei den Stickstoffeinträgen sind teilweise auch Rückgänge zu verzeichnen.
„Die wohl größte Gefahr für unsere Wälder stellt der Klimawandel dar. Daher ist die Waldanpassung an den Klimawandel für uns ein Thema von zentraler Bedeutung. Ich erinnere an die starken Sommerniederschläge 2011 oder an die Orkane gegen Ende des letzten Jahres. Xaver hat bei uns eine Schadholzmenge von etwa 67000m³ erzeugt“, sagte Dr. Backhaus.
Daher ist das Ziel, die Wälder im Land so zu entwickeln, dass sie nicht nur an die aktuellen Standortgegebenheiten gut angepasst sind, sondern sie müssen wegen der Veränderungen des Klimas auch über eine möglichst große Anpassungsfähigkeit verfügen. Eine ganz wichtige Frage in diesem Zusammenhang ist: Welche Baumarten können diesen Anforderungen gerecht werden? „Wir setzen weiterhin aufgrund der wissenschaftlich belegten großen Anpassungsfähigkeit vorrangig auf unsere heimischen Baumarten. Für Nassstandorte wurden neue Baumartenmischungen konzipiert, die dem erhöhten Risiko von Überflutungen besser gerecht werden. Außerdem werden jedes Jahr rund 1000 ha instabile Reinbestände in standortgerechte und anpassungsfähige Mischwälder überführt“, unterstrich Dr. Backhaus.
Der Waldzustandsbericht Mecklenburg-Vorpommern 2013 zum Herunterladen.
LU Mecklenburg-Vorpommern

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