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Gesicherter Luchs-Nachweis in Sachsen

In einem Gebiet bei Johanngeorgenstadt (Erzgebirgskreis) ist seit März 2013 mehrfach ein Luchs in die Fotofalle getappt. Wie das Landesumweltamt Sachsen Ende Oktober 2016 mitteilte, hätten die intensiven Auswertungen des Bildmaterials bestätigt, dass es sich immer wieder um ein und dasselbe männliche Tier gehandelt habe, das seine Streifzüge auch ins angrenzende tschechische Gebiet unternimmt. Obwohl es auch Hinweise aus anderen Gebieten Sachsens gibt, liegt damit erstmals ein gesicherter Nachweis für den längeren Aufenthalt eines Luchses in Sachsen vor.
Der Luchs, als größte einheimische Katzenart, ist in Deutschland streng geschützt und unterliegt einer Berichtspflicht an die Europäische Kommission. Regelmäßig ist über Vorkommen und Erhaltungszustand der Populationen zu berichten. Um die dazu erforderlichen Daten zu sammeln, ist in Sachsen 2008 ein Beobachtungsnetz aufgebaut worden, das von der Technischen Universität Dresden, Professur für Forstzoologie, koordiniert wird. Seit dem Winter 2009/2010 werden auch zirka 20 Fotofallen für die Nachweisführung eingesetzt.
Träger des Luchs-Monitorings in Sachsen ist das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL). Beobachtungen können direkt an die Koordinatorin des Luchs-Projektes, Jana Zschille, gemeldet werden.
 

Zum Luchs-Monitoring in Sachsen

 
LfULG

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