Forstpolitik

Gesellschaft für Organik aufgelöst

Die 1990 gegründete „Gesellschaft für Organik e.V.“ (GfO) wurde auf Beschluss der Mitgliederversammlung zum Jahresende 2011 aufgelöst. Der Grund liegt in der demografisch bedingten Mitgliederentwicklung.

In ihrem gut zwei Jahrzehnte umfassenden Bestehen hat die Gesellschaft für Organik – aufbauend auf den philosophischen Leistungen von dem deutschen Forstwissenschaftler Prof. Dr.-Ing. Franz Heske – ein geschlossenes Bild von der naturphilosophischen Richtung der „Organik“ entworfen und Leitlinien für die Weiterentwicklung vorgegeben.
Das Weltbild der Organik hat seine Wurzeln in der Antike und zeigt sich u. a. im Weltbild von Goethe und einigen seiner Zeitgenossen. Es ist eng verwandt mit dem „Holismus“ (J. S. Haldane, J. C. Smuts, A. Meyer-Abich). Heske hat es kurz umrissen in den Feststellungen, dass das gesamte Sein organische Strukturen aufweist und organischen Gesetzmäßigkeiten unterliegt und dass alles Sein gleichbedeutend ist mit Bestandteilsein.

Aus dem Weltbild der Organik leiten sich Regeln für das menschliche Leben ab, so insbesondere das Prinzip der Nachhaltigkeit. Der Nachhaltigkeitskomplex war demgemäß ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt der Gesellschaft für Organik.

Die „Schriften zur Organik“ sind von der Auflösung der Gesellschaft für Organik nicht betroffen, sondern werden von ihrem Herausgeber Rolf Hennig und dem Matthiesen Verlag (Verlagsgruppe Husum) weitergeführt. Die bisherigen (13) und folgende Nummern können über den Buchhandel oder direkt vom Verlag bezogen werden.

Ansprechpartner in Sachen Organik (außer Schriftenbezug) ist der bisherige wissenschaftliche Leiter der GfO und Herausgeber der „Schriften zur Organik“ Rolf Hennig.

Das Gedankengut, vor allem das Weltbild der Organik hat eine immense Bedeutung für die Zukunft. Eine materielle Manifestierung findet es – an Stelle der Gesellschaft für Organik – in der in Gründung befindlichen „Organik-Stiftung Rolf und Dr. Windemut Hennig“.
 

GfO/Rolf Hennig