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Geschäftslage der Spanplattenhersteller

Die Geschäftslage bezeichneten Ende September 2018 erneut alle an der ifo-Umfrage beteiligten Spanplattenhersteller als gut. Auch für die kommenden sechs Monate geht zumindest ein Teil der Erzeuger von Spanplatten sogar noch von einer nochmals besseren Geschäftslage aus.

Das Produktionstempo legte bei drei Zehnteln der befragten Unternehmen zu und blieb bei allen anderen Testteilnehmern konstant. Die Lagerbestände an Spanplatten wurden von allen Betrieben als ausreichend bezeichnet. Das Einkaufsinteresse an Holzspanplatten hat jedoch bei fast der Hälfte der Befragten abgenommen. Auch haben sich die Auftragsbestände bei fast der Hälfte verringert, wurden aber drei Vierteln der Spanplattenerzeuger als relativ groß bezeichnet. Die Produktionsgeschwindigkeit dürfte in den kommenden Wochen nach Einschätzung von drei Zehnteln beschleunigen, alle anderen gehen davon aus, dass sie sich nicht ändern wird.

Laut Zusatzerhebung des ifo-Instituts klagten 45 % der befragten Unternehmen für die vergangenen drei Monate über zu geringe technische Kapazitäten. Alle Unternehmen hatten mehr zu tun als üblich. Von Kurzarbeit spricht zurzeit niemand. Drei Zehntel planen, die Zahl der Beschäftigten im kommenden Vierteljahr zu erhöhen, sieben Zehntel gehen von einer stabilen Beschäftigungslage aus.

Die inländischen Verkaufspreise konnten drei Viertel der befragten Unternehmen anheben, bei den anderen blieben sie stabil. Der Erzeugerpreisindex von rohen oder geschliffenen Holzspanplatten ist zuletzt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit einem Stand von 119,5 Punkten (2010 = 100) um 0,4 % gestiegen. Der entsprechende Vorjahreswert wurde damit um 10,5 % übertroffen. Nach Einschätzung aller Testteilnehmer dürften die Spanplattenpreise in den kommenden drei Monaten konstant bleiben.

Für das Exportgeschäft wird ausnahmslos mit Kontinuität gerechnet.

HMI, Quelle: ifo

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