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Geschäftslage der Nadelholzsäger in Deutschland

Das geschäftliche Umfeld der Nadelschnittholz erzeugenden Industrie hat sich im Mai 2013 im Vergleich zum Vormonat erneut etwas eingetrübt. Etwas mehr als die Hälfte der im Rahmen des ifo-Konjunkturtests befragten Unternehmen bezeichneten die aktuelle Geschäftslage als schlecht. Die meisten anderen berichteten von befriedigenden bzw. saisonüblichen Geschäften. Gut ein Zehntel bezeichnete die Situation mittlerweile sogar als gut.
 
Produktion und Aussichten

Auf Sicht der nächsten sechs Monate gehen sieben Zehntel der Testteilnehmer von einer günstigeren und nur ein minimaler Anteil von einer Verschlechterung der Geschäftslage aus. Die künftigen Aussichten werden somit erneut positiv beurteilt.

Das Produktionstempo ist laut Umfrageergebnis branchenweit kräftig gestiegen. Mehr als acht Zehntel verzeichneten eine bessere Nachfrage als zuvor. Bei knapp sechs Zehnteln haben sich die Auftragsbestände erhöht, dennoch bezeichneten sie ebenso viele als zu klein. Annähernd die Hälfte beabsichtigt, in den kommenden drei Monaten die Fertigung zu erhöhen, von einer Reduktion des Produktionstempos spricht keiner mehr.

Laut Erhebung des ifo-Instituts bezeichnen knapp zwei Zehntel der Säger ihre Wettbewerbsposition in Deutschland als besser, drei Viertel als unverändert und knapp ein Zehntel als schlechter. Die Rohstoff- und Vormaterialbestände reichen derzeit für eine Produktionsdauer von 3,9 Wochen, die Fertigwarenbestände entsprechen zurzeit 3,3 Wochen.

Verkaufspreise für Nadelschnittholz
 
Die inländischen Verkaufspreise für Nadelschnittholz haben sich bei gut acht Zehnteln erhöht, bei allen anderen blieben sie gegenüber Vormonat konstant. Für den Erzeugerpreisindex von rauem Fichten-/Tannenschnittholz war im März 2013 laut Statistischem Bundesamt ein spürbares Plus um 0,7 % auf 140,7 Punkte (2005 = 100) zu verzeichnen.
 
Binnen Jahresfrist errechnet sich eine Zunahme um 0,9 %. Nadelhobelware lag dem Index zufolge mit 123,3 Zählern exakt auf Vormonatsniveau. Im Vergleich zum Vorjahr war ein leichtes Minus von 1,0 % zu verzeichnen.

Die kommenden drei Monate betreffend rechnen neun Zehntel der Befragten mit weiter anziehenden Preisen, lediglich ein Zehntel sieht sich nicht in der Lage, in der näheren Zukunft Preisanhebungen durchzusetzen. Knapp drei Zehntel der Betriebe geht zudem von einem anziehenden, der Rest von einem gleich bleibenden Exportgeschäft aus.

Holzmarktinfo.de

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