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Geschäftslage der Nadelholzsäger

Die aktuelle Geschäftslage wurde Ende November 2019 von den deutschen Nadelholzsägern marginal schlechter eingeschätzt als im Vormonat: Etwas mehr als ein Zehntel der an der ifo-Befragung teilnehmenden Betriebe bezeichnete die Geschäfte als gut, knapp ein Zehntel meldeten schlechte Geschäfte und alle anderen gaben an, dass die aktuelle Geschäftslage als befriedigend oder saisonüblich anzusehen ist. Bei der Prognose über die zukünftige Entwicklung der Lage gehen die Meinungen auseinander. So gehen vier Zehntel zwar noch von einer Verbesserung aus, ein Drittel rechnet jedoch mit einer Verschlechterung der Lage.

Die Nachfrage hat im Vormonatsvergleich recht kräftig nachgegeben. Die Auftragsbestände werden im Vergleich zum Vormonat von gut zwei Zehnteln der Befragten als schlechter eingestuft, alle weiteren melden gleichbleibende Verhältnisse. Dabei sind die Auftragsbestände laut Beurteilung nur bei weniger als einem Zehntel der Sägebetriebe zu klein, während sie von den restlichen Beteiligten als ausreichend empfunden werden. Die Erwartungen an das Exportgeschäft sind eindeutig positiv ausgerichtet: Während knapp vier Zehntel von einer stabilen Entwicklung für die nächsten drei Monate ausgehen, sind gut vier Zehntel der Meinung, dass die Exportgeschäfte zunehmen werden.

Laut Zusatzerhebung des ifo-Instituts bezeichnen vier Zehntel der Testteilnehmer ihre Wettbewerbsposition in Deutschland als schlechter, alle weiteren Teilnehmer sehen die Situation als unverändert. Die Wettbewerbsposition in Europa sehen etwas mehr als die Hälfte der Betriebe als schlechter, während die restlichen Betriebe keine Veränderung wahrnehmen. Außerhalb Europas schätzen sechs Zehntel der dort agierenden Erzeuger ihre Wettbewerbsposition als schlechter ein.

Mit knapp vier Zehnteln konnte ein großer Teil der Betriebe die inländischen Verkaufspreise für Nadelschnittholz anheben, knapp drei Zehntel mussten sie senken. Für die kommenden drei Monate rechnet mit vier Zehntel ein großer Teil der Befragten mit anziehenden Preisen, ein Viertel geht allerdings davon aus, dass die Preise sinken. Der Erzeugerpreisindex für raues Fichten- und Tannenschnittholz lag im Oktober 2019 mit 100,2 (2015 = 100,0) 1,7 % unter dem Wert des Vormonates und sogar 7,2 % unter dem des Vorjahres und hat somit deutlich nachgegeben. Nadelhobelware verteuerte sich im Vormonatsvergleich mit 106,4 Zählern leicht um 0,3 %. Im Vergleich zum Vorjahr war ein Minus von 0,5 % zu verzeichnen.

HMI/Quelle: ifo

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